Keine Gnade «Chalom» bekommt Todesspritze

LAUSANNE - Das Waadtländer Kantonsparlament will den bissigen Hund «Chalom» nicht vor der Todesspritze bewahren. Es lehnte heute eine Petition ab, welche die Begnadigung des Vierbeiners verlangt hatte.

Hund «Chalom» sollte vor der Todesspritze gerettet werden.

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1700 Personen wollten Vierbeiner «Chalom» in Lausanne mit einem Gnadengesuch vor der Todesspritze retten. Seit langer Zeit ist dieser weggesperrt. Er war verhaltensauffällig und hatte in der Vergangenheit mehrere Personen gebissen. Ein Opfer klagte, woraufhin der Hund seinem Besitzer weggenommen und weggesperrt wurde. Dieser zog den Fall mit Unterstützung von Hundefreunden aus der ganzen Schweiz bis vors Bundesgericht. Danach schalteten sich diverse Tierorganisationen ein, um «Chalom» zu retten.

Hund Chalom (7) lebt im Tierheim, nachdem ihn der Kantonstierarzt als gefährlich eingestuft hat. play
«Chalom» muss sterben. PEA

Das Waadtländer Kantonsparlament will den bissigen Hund jedoch nicht vor der Todesspritze bewahren. Es lehnte das Gnadengesuch heute mit deutlichem Mehr ab.

Von FDP-Seite hiess es, erst gerade habe man ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Dieses müsse nun angewendet werden. Die öffentliche Sicherheit habe Vorrang. Die äusserste Ratslinke plädierte für Gnade. Der Hund der Rasse Hovawart habe auf Fehlverhalten von Menschen reagiert.

Der Rat wollte davon nichts hören und lehnte die Petition mit 108 zu 12 Stimmen ab. Das Todesurteil fällte das kantonale Veterinäramt bereits 2012. Das Schicksal des achtjährigen «Chalom» hatte nach den kantonalen Gerichten auch das Bundesgericht beschäftigt. Es bestätigte den Einschläferungsbeschluss.

Mit dem Entscheid des Grossen Rats ist das Schicksal des Hundes jetzt möglicherweise besiegelt. Er hatte mehrere Menschen gebissen, einige Vorfälle waren gravierend. Derzeit sitzt er in einem Lausanner Tierheim. (SDA/nbb)

Publiziert am 01.03.2016 | Aktualisiert am 14.05.2016
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21 Kommentare
  • Tom  Landolt , via Facebook 02.03.2016
    Das geht gar nicht. Für Menschen werden Zehntausende von Franken für Rehabilitierung ausgegeben. Der Hund hat eine neue Chance verdient! Das Urteil gibt mir echt zu denken. Ein Training mit einem Spezialisten und Maulkorbpflicht und die Sache ist gelöst. Dass darum so ein winderschöner Hund und bester Freund des Menschen einfach getötet wird kann ich nich mit mir vereinbaren, ich überlege mir weitere Schritte. Ich KANN und WILL das nicht akzeptieren!!!!!!
  • Meier  Ernst aus Erde
    02.03.2016
    Nanu? Hovawarts gelten als friedfertige und sogar sehr soziale Tiere (ähnlich dem Labrador). Vermute, das bei der Prägung und/oder späteren Haltung vieles schief gelaufen ist. Einschläfern löst das Problem, aber geht es nicht auch um das Tierwohl und den Tierschutz? Fehlprägungen können mit viel Aufwand und wahrer Tierliebe wieder abtrainiert werden. Wenn es ginge... Würde ich nach Besichtigung des Hundes und der Akten vielleicht die Verantwortung über ihn übernehmen wollen....
  • Pasquale  Angiola , via Facebook 01.03.2016
    Ihrendwie verständlich was der Richter sagt, nachdem der Hund diverse Male zugebissen hat. Jedoch würde dem Hund eine Chance mit einem Maulkorb geben, nachdem ich dieses Video gesehen habe. Dem Kind sollte jedoch das Umgehen mit Hunden noch dringend beibringen.
    Der Richter hat kein Herz bei seiner Arbeit !!! Wach auf und zeig Herz. Herr Richter: das Leben ist ein Kreislauf, alles was man gibt, kommt auch zurück, vergessen Sie das nicht. Und jeder hat eine letzte Chance verdient :)
  • Heinrich  Zimmermann , via Facebook 01.03.2016
    108 zu 12 das gibt mir zu denken !!!! Hiermit habe ich ein Problem. Ist es die Sache nicht Wert und winkt sie durch ohne zu überlegen? Oder ist es ein fundierter Entscheid? Sollte es das 2. sein muss ich mich glaub beim Psychiater anmelden.
  • Liliane  Rickert , via Facebook 01.03.2016
    Präventiv ausserhalb des Hauses immer ein Maulkorb tragen und das Problem wäre gelöst. Viel zu viele Menschen verhalten sich gegenüber einem Tier falsch, so ist es verwunderlich, dass auch die Tiere sich gegenüber diesen Menschen sich falsch verhalten.