Hipster-Alarm Genfer Polizei hebt Bart-Verbot auf

GENF - Als letztes kantonales Polizeikorps gilt bei der Genfer Kantonspolizei noch immer ein Barttrage-Verbot. Nun soll damit Schluss sein.

Polizei Genf hebt Verbot für Bart-Tragen auf play

Genf ist das Schlusslicht: In allen anderen Kantonen ist den Polizisten erlaubt, mit Bart den Dienst anzutreten.

Keystone

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Die Genfer Polizisten sollen bald Bart tragen dürfen. Eine neue Weisung wird die jahrelange Pflicht ersetzen, «den Dienst frisch rasiert anzutreten, ohne Bart oder lange Koteletten».

Die neuen Vorschriften für die Genfer Polizeibeamten sind noch in Arbeit. Sie treten in Kraft, sobald sie von der Polizeichefin Monica Bonfanti genehmigt worden sind. Der Sprecher der Genfer Polizei, Silvain Guillaume-Gentil, bestätigte heute einen entsprechenden Bericht der «Tribune de Genève».

Die Zeitung berichtet vom Fall eines Polizisten, der bereit war, bis vor Gericht zu gehen, um mit Bart arbeiten zu dürfen. Als Antwort auf sein Gesuch, seine Gesichtsbehaarung spriessen zu lassen, erklärte sich Bonfanti bereit, die Frage im Rahmen der Reorganisation der Polizei zu prüfen.

Verbot geht auf Napoleon zurück

Genf ist der letzte Kanton in der Schweiz, der es Polizisten untersagt, Bart und lange Koteletten zu tragen. Schnäuze waren von Fall zu Fall erlaubt. 2011 und 2014 traten die Genfer Polizisten in einen Rasurstreik, um gegen die veralteten Vorschriften zu protestieren.

Die neue Weisung zu Auftritt und Benehmen der Genfer Polizisten erlaubt zwar das Tragen eines Bartes oder Schnauzes, enthält aber dennoch Vorschriften, etwa was die Länge oder Dicke der Gesichtsbehaarung betrifft.

Das Bartverbot geht auf die französische Besetzung im Jahr 1789 zurück. Die Soldaten von Napoleon sollen mit auffälligen Schnäuzen geprotzt haben, was den Schweizern missfallen haben dürfte.

Das Genfer Kantonsparlament nahm 2014 eine Motion aus den Reihen des Mouvement Citoyen Genevois an, welche die Genfer Regierung beauftragte, das Bartverbot abzuschaffen. In der Waadt wurde das Bartverbot Anfang 2012 aufgehoben. (SDA)

Publiziert am 06.10.2016 | Aktualisiert am 11.10.2016
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3 Kommentare
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    06.10.2016
    Auf dem Motorrad fahren während der Bart unten am Helm heraus hängt und im raschen Fahrtwind weht, ist ein unbeschreiblich positives Erlebnis, das allen verwehrt bleibt ausser man hat einen Bart und ein Bike.
  • Arthur  Stöckli , via Facebook 06.10.2016
    schade, wünsche mir so, dass die Unsitte der Bärte bei Männern, da meist ungepflegt, weil zu faul, abnimmt. Männer mit Bart haben Komplexe, auch beim Schweizer Fernsehen ist diese Unsitte und die Moderatoren sind abgesehen von der Tagesschau, meist unrasiert und ungepflegt.
    • Robert  Metzger aus Kaiseraugst
      06.10.2016
      Habe kürzlich eine wissenschaftliche Sendung auf Arte gesehen, wo erwiesen wurde das ein Bart mehr Fäkal Bakterien hat als eine Klo.