Hervé (†27) bei Einsatz in Bex VD erschossen Kongo fordert Erklärung von der Schweiz

Der Kongolese Hervé (†27) ist bei einem Polizeieinsatz im Waadtland ums Leben gekommen. Jetzt müssen die Schweizer Behörden zum Vorfall Stellung nehmen.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Astronaut knipst aus der ISS So sieht Genf aus 400 km Höhe aus
2 Wasser floss aufs Eis Sabotage auf dem Curling-Feld?
3 Mit Pfefferspray und Schlägen Erbitterter Scheidungskrieg um Hund

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
16 Kommentare
Fehler
Melden

Die Demokratische Republik Kongo hat von den Schweizer Behörden eine Erklärung zum Fall eines bei einem Polizeieinsatz in Bex VD getöteten Staatsbürgers verlangt. Auch der Schweizer Botschafter in Kinshasa wurde in der Angelegenheit zitiert.

Ein Mitarbeiter der kongolesischen Botschaft in Bern bestätigte am Montag auf Anfrage einen Bericht der Westschweizer Zeitung «Le Matin«, wonach die Demokratische Republik Kongo nach dem Drama in Bex ein Schreiben ans Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) adressiert hat.

Sein Land wolle wissen, was bei dem Polizeieinsatz wirklich passiert sei. Eine Antwort liege noch nicht vor. «Wir werden die Entwicklung dieser Affäre aber sehr aufmerksam verfolgen», sagte der Mitarbeiter der Botschaft.

Proteste gegen Polizeigewalt

Der Tod des 27-Jährigen habe sehr starke Emotionen ausgelöst, erklärte der Botschaftsmitarbeiter weiter. Dies habe man bei der Beerdigung des Mannes sehen können, an der mehr als 300 Personen in einem Trauermarsch durch Lausanne gezogen waren. Die Kundgebung hatte sich auch gegen das sogenannte Racial profiling gerichtet.

Der verstorbene Kongolese war Vater eines siebenjährigen Knaben. Er wurde am 6. November bei einem Einsatz der Waadtländer Polizei tödlich verletzt. Nach Schilderung der Polizei ging er in einem Treppenhaus mit einem Küchenmesser auf die Ordnungshüter los.

Nach der Aufforderung «Stopp Polizei» gab einer der Polizisten mehrere Schüsse in Richtung des Mannes ab. Dieser wurde nach Angaben der Familie des Opfers drei Mal getroffen und starb trotz Rettungsversuchen noch vor Ort. Eine Untersuchung der Geschehnisse ist im Gang. (SDA)

Publiziert am 28.11.2016 | Aktualisiert am 28.11.2016
teilen
teilen
0 shares
16 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

16 Kommentare
  • Christian  Kurmann , via Facebook 28.11.2016
    Wenn ein man mit messer auf mich zustürmt würd ich auch schiessen.
    Wie im militär; warnen, durchladen und dann schiessen.
  • Walter  Reusser , via Facebook 28.11.2016
    ..und trotzdem hätte die Polizei versuchen sollen den Mann irgendwie anders zu stoppen. Es beleibt ein ungutes Gefühl. Das weiss jeder wenn er ehrlich ist, erschreckend ist, wie unbarmherzig und kalt die Blick- Kommentare sind. Und die kongolesische Botschaft hat Recht wenn Sie Auskunft verlangt. Das würden wir von unserer Botschaft auch verlangen.Und es muss ein Verfahren eröffnet werden, auch wenn
    der Polizist freigesprochen wird, was ja in der Schweiz üblich ist.
  • Ruedi  Stricker , via Facebook 28.11.2016
    Die wollen keine Erklärungen, die wollen Bares sehen. Und die Aussichten stehen gut. Vermutlich wird sich diesmal ein Kollege des Chefs des Bundesamts für Migration mit seiner Delegation in den Kongo begeben, um sich zu entschuldigen und einen Umschlag mit 52 000 Franken Weissgeld dalassen. Das Ganze wird dann medienwirksam breitgeschlagen, damit bald ganz Afrika weiss, wie man die Schweizer handhaben muss.
  • Fritz  Frigorr 28.11.2016
    Wenn ich den Bericht hier lese, dann bekomme ich den Eindruck, dass mal wieder ein Polizei-Rambo sein Ego aufpolieren wollte. "Stoöp Polizei" rufen, dann gleich in Richtung des Mannes schiessen, dies zeugt von mangelnder Ausbildung bzw. Kenntnis, wie er sich verhalten soll. Aber es ist ja "nur" ein Schwarzer, der da sterben musste.
  • Rolf  Gurtner aus Münsingen
    28.11.2016
    Da man schon diplomatische Gespräche führt: Evtl. hat die temporär demokratische Republik Kongo eine Anleitung für den sicheren Umgang mit messerschwingenden Afrikanern? Da müsste unsere Polizei jederzeit ein Stück Speck o. Ä. mitführen, damit der das Messer sinnvoll einsetzten kann? Ironie OFF. Der Typ war für sein Handeln alleine verantwortlich. Niemand muss mit dem Messer auf andere Leute los.