Handy explodiert: Fanny bekommt keinen Rappen von Samsung

LA CHAUX-DE-FONDS - NE - Maler-Stiftin Fanny Schlatter (18) erlitt Verbrennungen zweiten und dritten Grades, weil ihr Handy explodierte. Hersteller Samsung schiebt die Verantwortung von sich.

Handy explodierte in ihrer Hosentasche! Maler-Lehrtochter Fanny Schlatter (18) zeigt ihr kaputtes Samsung Galaxy S3. play
Fanny Schlatter (18) zeigt ihr kaputtes Samsung Galaxy S3. Andrée-Noëlle Pot/Le Matin

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Die Geschichte um das Handy, das im Hosensack von Fanny Schlatter (18) Feuer fing, ging um die Welt. Jetzt hat Hersteller Samsung seine Untersuchungen zum Fall abgeschlossen und teilt mit: Schuld am Unglück ist der Akku, der kein Original-Zubehör von Samsung war. Das hat eine Untersuchung von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA ergeben.

«Wir empfehlen unseren Kunden, nur originale Samsung-Akkus zu verwenden, die speziell für Samsung-Produkte konzipiert wurden, da inkompatible Akkus oder Ladegeräte zu Verletzungen führen können», schreibt Sprecherin Mirjam Berger in einer Mitteilung.

«Batterie hatte Samsung-Logo drauf»

Maler-Stiftin Schlatter ist baff: «Ich war überrascht und schockiert, als ich die Nachricht von Samsung erhielt, denn die fragliche Batterie hatte das Logo der Firma drauf», sagt Schlatter zur Westschweizer Tageszeitung «Le Matin».

Die Zeitung schreibt weiter, dass die Stiftin nun höchstwahrscheinlich kein Schmerzensgeld von Samsung erhalten wird.

Bleibt die Frage: Wie kann man einen echten Samsung-Akku von einer Kopie unterscheiden? Samsung liefere alle Handys mit Original-Zubehör aus, schreibt Sprecherin Berger. Samsung werde versuchen, den Kunden die Identifikation von originalen Samsung-Akkus in Zukunft zu erleichtern.

Wie es dazu kommen konnte, dass in Schlatters Handy kein Original-Akku war, ist unklar. Schlatter war für Blick.ch heute Morgen nicht erreichbar. (noo)

Publiziert am 19.07.2013 | Aktualisiert am 19.07.2013
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52 Kommentare
  • Rolf  Hess aus Münchenbuchsee
    19.07.2013
    Wer sagt denn nun, dass es kein Original Akku war?
    Natürlich derjenige, der für den Schaden aufkommen sollte.
    Wie sieht denn sein Beweis aus?
  • Bruno  Köppel aus St.Gallen
    19.07.2013
    Wer es immer billiger haben will muss halt auch die Konsequenzen in Kauf nehmen
  • Salomon  Rittergold aus Lausanne
    19.07.2013
    Ich hatte auch mal ein Telefönchen mit einem Fake Akku und das Gerätchen wurde auch immer sehr heiss. Zur Winterszeit wusste ich‘s zu schätzen und als der Frühling kam hab ich‘s verschenkt.
  • Giovanni  Boccacchio aus Zürich
    19.07.2013
    Welches Modell ist es? Wann und wo wurde es gekauft? Gibt es eine Quittung, insbesondere bei Neukauf? Ist die Unterscheidung einfach oder schwierig?
  • Rüedu  Hegu 19.07.2013
    Ganz einfach, kein Handy mehr gebrauchen, die Ruhe geniessen und keine Brandflecken davontragen.