Grosseinsatz in Saxon Walliser Polizei verhindert Neonazi-Treffen

Im Waadtland wurde die geplante «Konferenz zum Nationalismus» verboten. Jetzt sollte sie im Wallis stattfinden. Doch die rechtsextremen Teilnehmer haben die Rechnung ohne die Polizei gemacht.

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Die Kantonspolizei Wallis hat heute mit einem Grossaufgebot in Saxon ein Neonazi-Treffen verhindert. Rund achtzig Sicherheitskräfte wurden mobilisiert, um die rund sechzig Personen in einer Kantine neben einem Fussballfeld zu kontrollieren.

Die Versammlung sei im Vorfeld nicht angemeldet worden und deshalb auch nicht bewilligt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Nach der Identifikation seien die Rechtsextremen aufgefordert worden, den Kanton zu verlassen. Die Polizeiaktion habe rund zwei Stunden gedauert und sei ohne Zwischenfälle verlaufen.

Informationen per SMS ausgetauscht

Die Waadtländer Regierung hatte am vergangenen Mittwoch eine für das Wochenende geplante «Konferenz zum Nationalismus» verboten. Der Entscheid wurde mit Risiken für die öffentliche Ordnung begründet. Danach beschlossen die Organisatoren laut der Polizei, die Veranstaltung ins Wallis zu verlegen. Es seien entsprechende Informationen per SMS ausgetauscht worden.

«Dank den erhaltenen Informationen der verschiedenen Westschweizer Kantonspolizeikorps und der Bundesbehörde konnte man den Treffpunkt, an welchem diese nicht erlaubte Veranstaltung durchgeführt werden sollte, eruieren», schreibt die Walliser Kantonspolizei in einer Mitteilung.

Weitere Dispositive in Bereitschaft

Neben dem Wallis hatten andere Westschweizer Kantone auf ihrem Gebiet ebenfalls ein Dispositiv in Bereitschaft, falls die Veranstaltung auf ihrem Gebiet stattgefunden hätte. Sie standen als Verstärkung zur Verfügung. Die mehr als hundert Angestellten der Kantonspolizeien Freiburg, Genf und Waadt mussten aber nicht aufgeboten werden.

Die Bekanntgabe der Konferenz hatte nach dem Rechtsrockkonzert in Unterwasser SG von Mitte Oktober mit 5000 Teilnehmern hohe Wellen geschlagen. (SDA/noo)

Publiziert am 05.11.2016 | Aktualisiert am 05.11.2016
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  • Christian  Laveri aus Freiburg
    06.11.2016
    Ist mir ein Rätsel, warum diese Leute nicht endlich einen Grundsatzentscheid vor Bundesgericht und der EMRK anstreben. In der Schweiz herrscht Versammlungsfreiheit und die Menschenrechte gelten unabhängig von politischer Ausrichtung. Mit dem fadenscheinigen Argument der öff. Sicherheit könnte man genau so gut die aktuellen Kurdendemos verbieten. Wer sagt uns denn, dass sich nicht ein Erdogan-freundlicher Türke davon aufgestachelt wird und dann die "öff. Sicherheit" stört?
  • Bernd  Matzgen 06.11.2016
    Jep, die Schweiz hat viel gemeinsam mit Diktator Erdogan aus den Türkei. Warum sich unsere Politik, allen voran BR Burkhalter über Erdogan beschweren ist mir allerdings ein Rätsel. Der Grund muss irgendwo im Bereich "Heucheln" liegen.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    06.11.2016
    Gott sei Dank schläft die Bevölkerung nicht und arbeitet eng mit der Polizei zusammen denn die Berner sind immer noch im Dauerschlaf, unfähig zu reagieren oder wollen zuerst verhandeln oder sonst ein Blödsinn. Alles Mögliche will die Regierung nur die Realität nicht sehen!
    ewz
  • Adrian  Züger 06.11.2016
    Und wann schreitet die Polizei in der Reithalle ein oder im Kochareal wo Hausbesetzter machen was sie wollen..und und und..
    Ja die Liste ist lang aber es wird nicht mit gleichen Ellen gemessen
  • Serge  Bucher 06.11.2016
    Es ist nicht verboten sich zu treffen, solange man sich im Rahmen der Normalität verhält! Aber uns Bürgerinnen und Bürger wird alles verboten. Es ist eine Schande. Die EU kommt immer näher liebe Leute. Aber dann nichts wie weg!
    • carlos  zapato aus St. Gallen
      06.11.2016
      Normalität und Neonazi? Grossgütiger, zum Glück sind wir noch nicht so weit. Und bitte schreiben Sie von sich, und nicht "uns", ich gehöre da definitiv nicht dazu.
    • Michael  Weiersmüller aus Niederhasli
      06.11.2016
      Was hat jetzt das mit der EU zu tun ?
      Nichts bis gar nichts !
      Einfach mal wieder drauf los gepoltert.