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Er besitzt Schuh-Boutiquen in acht Schweizer Städten. Er ist kein Muslim. Trotzdem ärgert sich Guillaume Morand über das Minarett-Verbot.
«Das Ansehen der Schweiz im Ausland hat gelitten», sagt der Geschäftsmann zu Blick.ch. Und dies nur deshalb, weil die SVP ein Problem kreiert habe, das eigentlich gar nicht existiere.
«Ein Problem mit Muslimen gibt es nicht in der Schweiz», sagt Morand. Trotzdem wolle die SVP jetzt womöglich auch noch die Burka verbieten.
Morand entschied sich nach der Annahme der Anti-Minarett-Initiative, etwas zu tun. «Ich will zeigen, dass in der Schweiz nicht alle gleich denken.» Denn im Fernsehen kämen vorwiegend Verbots-Befürworter wie der Walliser Nationalrat Oskar Freysinger zu Wort.
Also baute Morand auf dem Dach seines Firmensitzes in Lausanne ein Minarett. Nicht ein echtes natürlich, schliesslich befindet sich darunter ja keine Moschee.
Nur ein geschickter Schachzug, um für seine Boutiquen zu werben? Morand bestreitet das vehement. Vielmehr sei es eine Stellungnahme gegen die SVP. Die Reaktionen darauf seien fast durchgehend positiv.