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Gabriel im Spitalbett. Sein Bein musste operiert werden. (Alain Rouèche/24Heures)
Perroy, ein idyllisches Waadtländer Weinbauerndorf. Am Donnerstag macht Sabine Marchitto (35) mit Gabriel und drei Gschpänli einen Spaziergang. «Die Kinder spielten kurz im Schulhof», erzählt sie.
Dann will Gabriel den Dorfplatz überqueren, auf der anderen Seite wartet seine Mutter. Sabine Marchitto: «In diesem Moment kam ein Offroader über den Platz geschossen. Das Auto fuhr mit der vorderen linken Flanke einfach in meinen Sohn hinein.»
Gabriels Mutter sieht eine Frau am Steuer. Die Lenkerin stoppt keine Sekunde, sondern rast auf einem Strässchen hinter dem Gemeindesaal davon. Eine Passantin rennt dem Offroader nach, um die Autonummer zu erkennen. Zu spät. Das Fahrzeug ist weg. Auf dem Dorfplatz liegt Gabriel – schwerverletzt. Der Drittklässler blutet. Bewegt sich nicht mehr. Eines seiner Gschpänli schreit: «Hilfe! Hilfe!» Es weint vor Schock.
Der Vater des Buben, der herbeigeeilt ist, bittet die Besitzerin des nahen Dorfladens, Gabriel ins Spital zu fahren. «Ich rief sofort die Ambulanz und auch die Polizei», sagt Gorette Pinto gegenüber «24 heures».
Im Spital in Morges wird Gabriel sofort am rechten Bein operiert. «Das Schien- und das Wadenbein wurden zurechtgerückt», sagt seine Mutter. «Gabriel hat gebrochene Rippen, Verletzungen im Gesicht. Aber zum Glück keine Rücken- und Kopfverletzungen.»
Die Polizei sucht seither nach dem Auto, das den Buben angefahren hat. Sie kontrolliert alle dunklen Offroader in der Gegend. Und hat die Garagisten avisiert, sich zu melden, falls sie ein entsprechendes Fahrzeug mit kaputter linker Flanke vorn zur Reparatur bekommen.
Bis gestern blieb der Erfolg aus. Sabine Marchitto regt sich auf. «Ich begreife nicht, wie man sich aus dem Staub machen kann, wenn man ein Kind angefahren hat.»
Und: Im Offroader hat Sabine Marchitto nebst der Fahrerin auch einen Babysitz gesehen.