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Nervenkrieg um die Polizeifotos von Hannibal Gaddafi. (Keystone)
Wann kommt Libyen-Geisel Max Göldi endlich frei? Experten glauben: Wenn die Sache mit den Hannibal-Fotos in der «Tribune de Genève» vom Tisch ist. Zum Beispiel, wenn Chefredaktor Pierre Ruetschi sich für die Veröffentlichung entschuldigen würde. Die Polizei-Fotos zeigen Gaddafi-Sohn Hannibal kurz nach der Verhaftung in Genf.
Bis heute ist dieser darüber so wütend, dass Göldis Freilassung blockiert ist.
Ruetschi gibt sich eisenhart
Alle Hoffnung auf einen baldigen Kompromiss dürfte aber vergeblich sein. Ruetschi weigert sich beharrlich. Er will sich weder entschuldigen noch den Namen seiner Quelle bekannt geben.
In einem Interview mit der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» rechtfertigte Ruetschi sein Schweigen. Die Bekanntgabe des Namens der Person, welche die Fotos an die Zeitung geleitet hatte, verstiesse gegen den für Journalisten heiligen Quellenschutz.
Der Chefredaktor will sich auch nicht für die Publikation der Bilder entschuldigen. Im Gegenteil: Er bezeichnete deren Veröffentlichung als «legitim». «Doch wenn durch deren Publikation die ganze Angelegenheit verzögert oder verkompliziert wurde, dann bedaure ich das.»
Auszubaden hat das Max Göldi. (SDA/snx)