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Der Informatikdienst des Kantons schöpfte Verdacht wegen Netzüberlastung und nahm eine Überprüfung vor. Dabei fand er heraus, dass die Probleme auf die Nutzung «nicht-beruflicher Sites» zurückzuführen sind.
Nun stehen etwa 30 Beamte im Verdacht, am Arbeitsplatz Pornographie konsumiert zu haben. Diese Woche eröffnete die jurassische Regierung nun eine Administrativuntersuchung. Diese wird von einer Kommission unter der Leitung von Bundesrichter Jean-Luc Bächler durchgeführt.
Je nach den Ergebnissen der Untersuchung sei die Einschaltung der Justiz nicht ausgeschlossen, sagte der Regierungssprecher des Kantons. Leitende Chefbeamte oder Regierungsmitglieder seien von der Affäre nicht betroffen.
Kurz bevor der Kanton Jura über die Pornographie-Affäre informierte, hatte der jurassische Staatsanwalt Yves Maître seinen Rücktritt angekündigt. Nach eigenen Angaben fasste er den Rücktrittsentscheid, nachdem die Aufsichtsbehörde der Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eröffnet hatte.
Die an ihn gerichteten Vorwürfe seien «geeignet, dem Ruf der Staatsanwaltschaft zu schaden», begründete Maître seinen Schritt. Ob es zwischen dem Rücktritt und der Porno-Affäre einen Zusammenhang gibt ist noch unklar. (SDA/noo)
Kann ins Auge gehen: Porno-Konsum am Arbeitplatz (Symbolbild).- Cat Gwynn/Corbis