Baby im Kinderwagen von Pitbull angefallen Ärzte kämpfen um dieses Auge

Bleon sitzt im Kinderwagen, als der Pitbull zubeisst. Die Polizei lässt den Hund wieder frei: Er sei ein liebes Tier.

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Das linke Auge des kleinen Bleon (10 Monate) ist aufgeschwollen. Die Haut ist schwarz. Der Pitbull-Biss hat eine schwere Infektion ausgelöst. «Bis die Ärzte nähen können, muss die Schwellung zurückgehen», sagt Bleons Mami Lidie Z.* (30).

Ob der Bub dann jemals wieder auf dem Auge sehen kann, ist noch unklar. Die Ärzte des Kinderspitals Lausanne kämpfen um sein Augenlicht.

Bleon ist das Opfer einer brutalen Kampfhundeattacke.

Am Mittwoch kurz vor Mittag packt Lidie ihr Baby in den Kinderwagen und marschiert los. Sie will einen Spaziergang in Préverenges VD machen.

Nach wenigen Metern sieht die Bauunternehmerin von Weitem eine Frau mit fünf Hunden an der Leine. «Sie waren an langen Flexi-Leinen. Zwischen 4 und 5 Meter lang», erinnert sich Lidie Z. «Ich hatte Angst. Ich rief der Frau zu, sie soll mit ihren Hunden weg von mir und meinem Baby bleiben. Sie sagte aber nur, dass die Hunde nichts tun. Und kam näher.»

Eine zierliche Hundehüterin hielt die Meute an Leinen

Ein Pitbull, zwei französische Bulldoggen, ein Beagle und ein grosser Mischling – die Meute ist beängstigend. Am anderen Ende der Leine eine zierliche Frau. Sie arbeitet für eine Firma, die einen Hundehüt-Dienst anbietet.

Der Kampfhund bricht aus und springt auf den Kinderwagen. Er beisst sofort in den Kopf des Babys. «Ich packte den Pitbull am Kopf und versuchte seinen Biss zu lösen. Das gelang nicht sofort», erzählt Lidie Z.

Der Pitbull verbeisst sich aber nicht total: Als er nachfassen will, erwischt der Kampfhund nur noch die Mütze des Kindes.

Die Hundebetreuerin steht hilflos daneben und macht nichts. Endlich kann die Mutter das Tier von ihrem Sohn losreissen, der Kleine sieht schlimm zugerichtet aus.

«Ich habe sofort die Ambulanz gerufen», erzählt die Mutter. «Es war schrecklich. Mein Kind schrie und blutete.»

Den Pitbull nimmt die eigens ausgerückte Hundebrigade der Kantonspolizei mit. «Wir haben ihn aber bald wieder dem Besitzer gebracht. Der Hund machte bei uns keinen aggressiven Eindruck», so Jean-Christophe Sauterel, Sprecher der Waadtländer Kantonspolizei.

Was weiter mit dem Pitbull passiert, entscheidet der Kantonstierarzt. «Wir sind entsetzt, dass der Hund wieder frei ist», sagt Vater Burim (27). «Unser Baby hat Glück, dass es überlebt hat. Vielleicht tötet der Hund sein nächstes Opfer.»

*Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 14.12.2009 | Aktualisiert am 02.01.2012
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51 Kommentare
  •   15.12.2009
    1. Wenn die Wunde SOFORT versorgt worden wäre, wäre es nicht zu einer Entzündung gekommen! (eigene Erfahrung) 2. Wäre dies ein böswilliger Angriff, wäre das Baby jetzt ohne Kopf, d.h. er wollte spielen und nicht beissen! 3. Man lässt keinen fremden Hund, egal welcher Rasse an jemanden ran,wenn man den Charakter des Hundes nicht kennt, auch wenn er nur spielen will!
  •   14.12.2009
    schon komisch, dass die (doch momentan so sensible!!) polizei den hund als nicht agressiv eingestuft wieder freiliess?!?!?!?in meinen augen einmal mehr eine total einseitig recherchierte story....genau das richtige fürs mediengeile volk. schade für den ruf dieser eigentlich so genialen hunde.
    ps. als staffordshire hundehalterin habe ich bisher nur attacken von nicht-kampfhunden erlebt, ein jack russel zerfleischte einst sogar die lippe unserer hündin.
  •   14.12.2009
    Wir sind Halter von einem 12 Jährigen Pitbull und haben 3 Kinder im alter von 5 bis 9 Jahren. Ich kann nur sagen, dass der Hund noch NIE aggressive gegenüber unserer Familie, noch gegenüber Fremde war. Mein Hund liebt die Kinder!!! Sie ist ein Familienmitglied!! Es sind nicht die Hunde sondern die Halter
  •   14.12.2009
    Ich denke dass weder die Politiker noch der Hund schuld daran sind. Ich selber besitze zwar keinen Hund, aber ich denke wenn Hunde halter ein paar einfache Regeln beachten, könnten solche Fälle verhindert werden. Es kann auf gar keinen Fall sein, dass eine Hundebetreuerin, mit 5 Hunden an Flexi-Leinen spazieren geht!! @ Caroline Gratzei Ihr Beitrag ist jedoch lächerlich! Überlegen Sie mal was Sie da am Schluss von sich geben!!!
  •   14.12.2009
    Der Fehler liegt klar und Deutlich bei der Firma die diesen dienst anbietet. Es ist absolut unverantwortlich eine unerfahrene Hundeführerin mit einem Rudel zum laufen zu Schicken. Es grenzt an ein Wunder das, das Rudelverhalten nicht einsetzte, ansonsten hätte diese Angelegenheit Katastrophal enden können mit mehreren toten. Niemals läuft man mit einem Rudel, dort wo man mit diversen Situation konfrontiert wird. Einige hier schreiben kein Hund wird aggressiv geboren dies mag richtig sein, jedoch mit Instinkten und diese sind für keinen Hundeführer stets voraussehbar. Bin selber seit mehr als 30 Jahren Hundehalter deutsche Schäfer bis anhin ohne einen einzigen Vorfall. Ein guter Hundeführer muss stets erkennen, dass eine gefährliche Situation entstehen könnte, und frühzeitig handeln. Der Firma müsste klar sein, das absolut kein Hundeführer in der Lage ist ein Solches Rudel, sicher zu Kontrollieren, ein Erfahrener Führer hätte dem Chef mitgeteilt, das es so nicht geht. Ich gehe davon aus das diese Firma sich Schlicht keine erfahrene Führer leisten will, kostet dann ja auch was. Hoffe die Ärzte können das Augenlicht Retten.