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Schweizer wollen kranke Menschen selber über ihren Todesmoment bestimmen lassen. (Keystone)
Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist dafür, Sterbehilfe gesetzlich zu erlauben. Dies geht aus einer nationalen Studie der Universität Zürich hervor.
Nicht-Religiöse befürworten Sterbehilfe
Bei Menschen, die an einer tödlichen Krankheit im Endstadium leiden, sind mehr als die Hälfte der Schweizer dafür, dass Sterbehilfe eingesetzt wird. «Diese Einstellungen korrespondieren mit einer positiven Sicht auf das selbstbestimmte Sterben und einer schwach ausgeprägten Religiosität», wird Studienleiter Schwarzenegger in einer Mitteilung zitiert.
Was die Befragten hingegen ablehnen, ist die Suizidbeihilfe bei psychisch Kranken und älteren, lebensmüden Menschen ohne körperliche Beschwerden.
86 Prozent der Befragten wollen, dass primär Ärzte oder speziell ausgebildetes Pflegepersonal bei der Selbsttötung mitwirkt, wie es in der Studie heisst. Nur 43 Prozent sind dagegen der Meinung, dass Suizidhilfe auch Mitarbeiter von Sterbehilfe-Organisationen durchführen sollten.
Die Mehrheit der Befragten würde es allerdings nicht stören, wenn eine Sterbehilfe-Organisation in ihrer Nachbarschaft tätig wäre.
Bislang ist die direkte aktive Sterbehilfe in der Schweiz verboten. Wer also einen Menschen gezielt tötet, um dessen Leiden zu verkürzen, macht sich strafbar.
Anders sieht es aus, wenn etwa Mittel verabreicht werden, welche die Lebensdauer verkürzen oder wenn darauf verzichtet wird, lebenserhaltende Massnahmen zu ergreifen. Solche Handlungen können unter gewissen Voraussetzungen straflos sein. (sda)