Wer fahren will, soll zahlen

  • Aktualisiert am 02.01.2012

BERN – Der Bund prüft Massnahmen gegen das alltägliche Verkehrschaos. Road Pricing heisst das Zauberwort. Bis Ende Jahr soll die Machbarkeit geprüft werden.

In London funktioniert das System bestens: Wer mit dem Auto in die Stadt fahren will, muss zahlen. Das bewegt die Leute zum Umsteigen. Der Verkehr in der britischen Hauptstadt nahm ab.

Auch in Schweizer Städten hat es zuviel Verkehr. Vor allem zu Stosszeiten sind die Strassen hoffnungslos verstopft. Um dies zu ändern, werden in den öffentlichen Verkehr Millionen investiert.

Doch das soll nicht die einzige Massnahme bleiben: Die Bundesämter für Raumentwicklung und Strassen möchten über Road Pricing den Verkehr lenken. Dazu sollen noch in diesem Jahr die Realisierungschancen geprüft werden.

Sollte dereinst mit Strassengebühren der Verkehrsfluss geregelt werden, müsste dies laut einem Gutachten des Bundesamts für Justiz vors Volk. Bis es soweit ist, wird aber noch viel Zeit vergehen: Die Bundesbehörden rechnen mit einem Zeithorizont von 10 bis 20 Jahren. Bis dahin sollte dafür aber auch eine technische Lösung möglich sein, die die anderen Abgabesysteme – Autobahnvignette und Schwerverkehrsabgabe – ersetzen würde.

Teure Sache

Wer denkt, dass Strassengebühren primär die Staatskassen füllen, könnte sich täuschen: In Stockholm, wo dieses Wochenende über die definitive Einführung von Road Pricing abgestimmt wird, beliefen sich die Anfangsinvestitionen auf 630 Millionen Franken.
Tägliches Bild in Zürich: Stau.- Keystone

Top 3

1 Betrugs-Opfer Conni Kuhn erzählt «Wie konnte ich nur so dumm sein?»bullet
2 Lawinendrama am Pilatus Sportschule trauert um ihren «Studi»bullet
3 Kälte-Ticker Bise bläst den Feinstaub weg – aber es bleibt kaltbullet

Schweiz