Wenn der Islamische Zentralrat eine Fashion Show macht Schnäppchenjagd am Schleierbasar

Gestern fand die 4. Islamic Lifestyle and Fashion Show im WTC statt. Muslimische Frauen sollten hier die Möglichkeit bekommen von Hidschabs über Abayas alles kaufen zu können.

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Männer mussten draussen bleiben. Der Zugang zum Wühltisch ist abgesichert: Leibesvisitation am Eingang für alle. Für die Presse ist Fotografieren im Saal des Zürcher WTC verboten. Dort findet als Highlight der Islamic Lifestyle & Fashion Show eine Modeschau statt. «Im vergangenen Jahr wurden Frauen gegen ihren Willen fotografiert», sagt Janina Rashidi (26), Mitorganisatorin und Sprecherin des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS), bekannt auch als Beraterin der Handschlag-Verweigerer von Therwil BL.

Der Zweck der Veranstaltung: Musliminnen sollen ihrem Glauben entsprechende Mode kaufen können. Da es in der Schweiz praktisch kein Angebot an Hidschabs oder Abayas gibt, kommen die meisten Ausstellerinnen aus Deutschland oder England.

Es gibt auch ein Rahmenprogramm: Mimoza aus Albanien, die sich später verabschiedet mit «Möge Allah im Paradies uns vereinen», stimmt die gut 200 «Schwestern» auf das Kauferlebnis ein. Musliminnen, sagt sie, dürfen nichts Schlechtes übereinander sagen. Jede ist hier nett zu jeder. Kopftuch tragen alle, Vollverschleierung ein paar wenige.
Ein Sketch über Männer, präsentiert von zwei Verschleierten, sorgt für Unterhaltung: «Wie geht das, wenn ein Mann ein T-Shirt braucht? Er sieht es, nimmt es, kauft es. Und wenn eine Frau eines kauft? Eine lange Geschichte.» Gelächter im Saal, und schon sind die Besucherinnen mitten im Gewühl. Stoffe befühlen, Auswahl treffen: Kann ich mir den Mantel aus Lederimitat für 39.90 Euro leisten?

Tachkitas mit Leopardenprint hängen neben Tunikas mit Hoody. Sogar die konservativsten Gewänder locken mit Spitzen und Goldborten. Die Jungen streichen ums hippe T-Shirt-Label Qamar herum («Islamic touch – urban style»). Ein Paradies aus Glitzerringen, Halal-Kosmetik, der faltbare Gebetsteppich für die Handtasche, die «Gutenachtgeschichten für kleine Muslime».

Nach der Jagd plündern die Frauen das Kuchenbuffet (selbstgebacken) und lassen sich an den Tischen mit Plasikbesteck nieder. Wenn Frauen zusammen sind, gibts Kaffeeklatsch.

Publiziert am 03.10.2016 | Aktualisiert am 12.11.2016
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11 Kommentare
  • Alex  Stör 03.10.2016
    Leibesvisitation am Eingang eines Muslim-Basars? Wohl nicht als Schutz gegen christlichen Attentätern! Eher Angst von Transvestiten...?
  • Alex  Stör 03.10.2016
    Leibesvisitation am Eingang eines Muslim-Basars, wohl nicht als Schutz gegen christlichen Attentäter? Eher Angst von Transvestiten...?
  • Myla  Senn 03.10.2016
    Traumberuf Hijab-Schneiderin? Ein Fuder Lumpen und du bist dabei....
  • Werner  Meier 03.10.2016
    Gemäss Sure 2, Vers 223 (Eure Frauen sind euch ein Saatfeld) würde man die Damen eher an einer Landwirtschaftsmesse erwarten.
  • Charles  Metzger 03.10.2016
    Intoleranz, Zweiklassengesellschaft, Ignoranz, Provokation, Fremdkulturinvasion, Frauenverstecken und Denkbeschränkung werden in pseudoliberalen Kreisen also noch immer als kulturelle Bereicherung gefeiert.