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Sensibilisieren» wollte die Billag die TV-Zuschauer mit der massierten Ausstrahlung ihrer teuren, langen und fragwürdigen Terror-Spots (im BLICK). Doch das mit der Sensibilisierung hatten sich die Beamten wohl anders vorgestellt. Denn vor allem ein Gefühl herrscht unter den Gebührenzahlern: die Wut!
Hunderte Mails, Online-Einträge und Telefone gehen gestern auf der BLICK-Redaktion ein. Tenor: die Billag – ein einziges Ärgernis!
Der Zorn richtet sich vor allem gegen die Art und Weise, wie die 80 Billag-Detektive in ihren jährlich 200 000 Einsätzen vorgehen:
Marylou Hättenschwyler, St. Gallen: «Die haben geläutet. Dann zeigten sie mir eine Liste: ‹Sie sind da nicht aufgeführt, Sie bezahlen Ihre Rechnungen nicht!› Die machten ein Riesentheater! Erst, als ich ihnen eine Quittung von der letzten Einzahlung gezeigt habe, liessen sie locker. Absolut unfreundlich!»
Blick-Online-User aus Liestal: «Am Sonntagmorgen hats bei mir an der Tür geklingelt. Es war ca. 10.30 Uhr. Als ich verschlafen zur Tür ging, stand jemand von der Billag da und fragte mich unfreundlich, ob ich die Gebühr bezahlt habe. Ich musste es ihm beweisen, erst dann ist er wieder gegangen. Eine Frechheit!»
Martin aus Zürich: «Ich rief die Billag an, die mich zu Unrecht betrieben hatte, und darf den Mitarbeiter zitieren: ‹Werter Herr, ich kann Ihnen leider nicht weiterhelfen. Erstens ist heute mein letzter Arbeitstag, und zweitens herrscht hier ein Bordell.› Auf Korrespondenz reagiert die Billag übrigens nie, auch nicht, wenn man Briefe eingeschrieben schickt.»
Petra aus Bern: «Ich wurde von einem Billag-Mitarbeiter regelrecht genötigt, damit er Zutritt zu unserer Wohnung haben konnte. Zum Glück war mein Mann da. Der hat ihn am Jäcklein gepackt und von unserem Privatweg auf die Strasse gezerrt. Ich habe jetzt einen Taser und werde mich das nächste Mal zur Wehr setzen!»
U. Gerber aus Costa Rica: «Als unsere Mutter verstarb, haben wir korrekt mit einem Totenschein den Vertrag gekündigt. Trotzdem kamen noch weitere Rechnungen, Mahnungen, ja sogar noch Betreibungs-Androhungen.»
Klar ist: Niemand zahlt gerne Rechnungen. Doch die auf Provision arbeitenden Billag-Detektive schüren mit ihrem Auftreten den Unmut der Bevölkerung. Was den Billag-Gegnern der «Bye bye Billag»-Initiative in die Hand spielt.
Da helfen auch keine Sensibilisierungskampagnen.