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Wer seine Gesundheit wie Raucher, Alkoholiker und Drogenabhängige bewusst aufs Spiel setzt, soll auch die Konsequenzen seines Tuns tragen, findet Beat Kappeler. Der Wirtschaftspublizist ist ein bekennender Fan der Selbstverantwortung mündiger Bürger.
Falls die Konsumenten schädlicher Stoffe irgendwann von der Invalidenversicherung abhängig werden, müssten sie demnach auch weniger Rente bekommen, fordert Kappeler – und damit zur Sanierung der IV beitragen.
Die heute hoch defizitäre IV habe in den 90er-Jahren ihr Angebot massiv ausgebaut, sagte Kappeler in einem Interview mit dem «Migros Magazin». Sie komme für unerklärliche Schmerzen, psychische Störungen, Schleudertraumata und sogar für Menschen in sozialen Zwangslagen auf.
Tiefere Renten für Drogen-Sünder sind nicht die einzigen Massnahmen, die Kappeler zur Gesundung der IV vorschlägt: Antragssteller ohne klar erkennbare Behinderung müssten den Regionalen Arbeitsvermittlungsstellen übergeben werden, fordert er weiter. Wer unter unbestimmten Schmerzen oder einem Schleudertrauma leide, müsse zur Therapie und zu Beschäftigungsprogrammen aufgeboten werden.
Asozial sei dies nicht, betonte Kappeler. Solche Massnahmen seien sogar viel sozialer, als Kranke mit Geld ruhig zu stellen und sich selbst zu überlassen. (SDA/hhs)