Weil er sich so gerne in der Zeitung sieht Schwindler fälscht Gucci-Inserate

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ZÜRICH – Dieser Schmollmund, dieser Blick! Haben Sie sich schon gefragt, wer der Schönling aus der neuen Gucci-Werbung ist? Gucci auch.

Der junge Mann nennt sich sinnigerweise Watson – wie der kleine Helfer des weltberühmten Detektivs Sherlock Holmes. Watson posiert nicht nur lasziv für das Eau de Parfum der Edelmarke. Er schaltet auch die Inserate gleich selber – als PR-Product-Manager von Gucci International in Zürich.

Nur: Bei Gucci gibt es keinen PR-Manager mit diesem Namen. Watson ist ein Schwindler, der sich gerne selber in der Zeitung sieht.

Und das hat er schon ein paar Mal geschafft. Sogar doppelseitig. Etwa in der letzten «SonntagsZeitung» aus dem Verlag Tamedia. Und am Freitag in der Gratiszeitung «heute» von Ringier. Die Rechnung liess er frech an die offizielle Adresse von Gucci Zürich schicken. Schaden: mehrere zehntausend Franken.

Der Mann ist unverfroren, nur so konnte er überhaupt seine Inserate schalten. Bei den Anzeigenabteilungen der Zeitungen buchte er in letzter Minute. So reichte die Zeit kaum, die Echtheit der Inserate zu überprüfen.

Blieb nur ein Problem: Er hat bei Gucci keine Mail-Adresse. Ein plumper Trick half ihm. Der falsche PR-Product-Manager schrieb den Anzeigenabteilungen: «Bitte, falls Sie mir ein Mail senden möchten, kann es sein, dass es vorübergehend nicht geht. Dann probieren Sie es auf eine andere E-Mail-Adresse: ...»

Heute hätte das falsche Gucci-Inserat auch im BLICK erscheinen sollen. Doch der Schwindel flog vorher auf. Watson wurde zum Verhängnis, dass er erkannt wurde. Denn Gucci ist nicht das erste Opfer des Schwindlers.

Auch der internationale Musikriese Sony BMG kann ein Lied davon singen. «Wir schlagen uns schon seit Jahren mit dem Mann herum. Er bucht in unserem Namen Veranstaltungen und will Werbespots schalten. Er tritt unter diversen Namen auf, gerne als Watson oder auch Casilla», warnte Sony BMG den BLICK. Und liess keinen Zweifel, dass es sich um denselben Mann handelt: «Am Sonntag war übrigens eine Doppelseite in der ‹SonntagsZeitung› mit ihm als Model drauf.»

Watson alias Casilla sieht sich nicht nur gerne in der Zeitung. Er träumt auch davon, ein Star zu sein. Unter dem Namen des bekannten Latino-Sängers und Schauspielers Chayanne hat er auch schon versucht, Konzerte zu buchen.

Jetzt soll Watson der Laufsteg unter den Füssen weggezogen werden. Gucci ist stinksauer. «So etwas haben wir noch nie erlebt», heisst es bei der Edelmarke. Laut Gucci wird die Sache raschestmöglich geprüft und es werden rechtliche Schritte gegen ihn eingeleitet.

Watson ist auch ohne die aktuellen Gucci-Inserate bereits bekannt. Bei der Polizei Baselland. Diese ermittelt seit geraumer Zeit gegen den Schwindler.

Publiziert am 27.02.2007 | Aktualisiert am 02.01.2012

Sexy – aber keine Sexbomben

Gucci – die erotischste Luxus-Marke der Welt.

Von Ursula Andress über Prinz Charles bis zum Rock-
Star – alle lieben die Edelmarke Gucci. Gegründet hat sie vor 85 Jahren der toskanische Lederhändler Guccio Gucci. Das Doppel-G steht für Glamour und Gentleman. Heute hat Frida Giannini das Sagen. Ihre Philosophie: «Meine Kollektionen sind sexy, aber Sexbomben wird man bei mir nicht finden.»
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