Weil er die Therapie verweigert Kinderschänder wird aus der Haft entlassen

Versuchte Vergewaltigung, sexuellen Handlungen mit einem Kind und eine Therapie, die er verweigerte: Trotzdem kommt der mehrfache Kinderschänder William W. nun frei.

In der Strafanstalt Thorberg - hier der Haupteingang - sitzt der Somalier seine Strafe bereits ab. (Archivbild) play
In der Strafanstalt Thorberg - hier der Haupteingang - sitzt William W. in Haft. Keystone

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Der einschlägig vorbestrafte William W. missbrauchte 2006 in Starrkirch-Wil SO die damals achtjährige Selina schwer. Das Gericht verurteilte ihn wegen versuchter Vergewaltigung, sexuellen Handlungen mit einem Kind und sexueller Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und ordnete eine stationäre Massnahme an.

Doch William W. liess jede Behandlung seiner Pädophilie ins Leere laufen und weigerte sich, an der Therapie für Sexualtäter teilzunehmen. Jetzt entschied das Obergericht Solothurn, dass er aus der Haft entlassen wird, weil eine aussichtslose Massnahme nach Strafgesetzbuch aufgehoben werden muss.

Da kein Antrag auf Verwahrung vorlag, soll William W. trotz hoher Rückfall­gefahr demnächst freikommen.

Publiziert am 15.10.2016 | Aktualisiert am 27.10.2016
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40 Kommentare
  • Annemarie   Setz 16.10.2016
    Therapie einfach verweigern, Verwahrung mangels Antrag aussichtslos, und das geschieht in der Schweiz und gegenüber einem mehrfachen Kinderschänder. Wo leben wir eigentlich, und was sind das für Gerichte die sich an was für kuriose Gesetzgebungen halten müssen. Eine Schande gegenüber den Opfern. Aber fröhlich warten, bis der Uneinsichtige wieder zuschlägt. Gibt wieder teure Anwalts- und Gerichtskosten!
    • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
      16.10.2016
      Frau Setz, es sind National- und Ständerat und dort insbesondere die bürgerliche Mehrheit, die solche Gesetze durchwinkt. Die gleichen National- und Ständeräte, die solche Fehler überhaupt zulassen, sind dann die ersten, die die Richter medial kritisieren. Dabei müssen die Richter geltendes Recht beachten und umsetzen.
  • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
    16.10.2016
    Es ist absolut tragisch, dass ein solcher Entscheid getroffen worden ist. Nur muss sich das Gericht an das geltende Gesetz handeln, welches offensichtlich mangelhaft ist. Nun kommt wieder einmal die grosse Empörung der Politik. Die gleiche Politik erlässt aber die Gesetze, die offensichtlich derart mangelhaft sind. Wie wäre es, wenn sich diese Politiker und Parteien zuerst mal selbst kritisieren würden, anstatt medial auf die Richter los zu gehen.
  • Markus  von Gunten aus Bern
    16.10.2016
    Und dann jammern sie wieder, wenn die Eltern die Kinder zur Schule fahren...
  • Sascha  Bolliger aus Tuggen
    16.10.2016
    Solche Menschen sollten für immer weggesprerrt werden, egal ob es damals ein Kind oder eine Erwachsene Person war. Da haben sie in der Region Iran und dergleichen andere Maßnahmen für solche Täter, wir unterstützen diese Art von Tat noch, diesen Richter sollte man gleich miteinsperren. Man sollte sich mal Gedanken machen, wenn einem dies in der eigenen Familie passieren würde, dann würden sie eventuell anders handeln.
  • Mäder  Patrick aus Rheinfelden AG
    16.10.2016
    Eine schade ist das Schweizer Gesetzt

    Wenn was wieder passiert, sollte der Richter und Co., der dies enttscheidet auch in Gefängnis........