Wegen Radar-Ausraster hat er eine Anzeige am Hals St. Galler nennt die Polizei eine «Drecksbande»

Ein 33-Jähriger hat die St. Galler Polizei auf Facebook beschimpft. Jetzt muss er sich mit einer Anzeige herumschlagen.

St. Galler beschimpft Polizei wegen Radar auf Facebook als Drecksbande play
Ein neuer Blitzer veranlasste den Mann, die Polizei auf Facebook zu beschimpfen.  KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

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Ein St. Galler (33) entdeckte Mitte August in einer Facebook-Gruppe das Bild eines neuen Blitzkastens in der Nähe seines Wohnorts. Der Mann brachte der Standortwahl für den Blitzer wenig Verständnis entgegen.

In einer Facebook-Gruppe empörte er sich über die Aufstellung des Geräts und die Polizei: Offenbar müsse die Stadt «Kohle einziehen», schrieb er. Und: Die verantwortlichen Beamten seien eine «Drecksbande». 

Die Stadtpolizei St. Gallen registrierte die Beleidigung - und entschied sich zur Anzeige, wie «fm1today» berichtet.

Mediensprecher Dionys Widmer sagt: «Wir können nicht akzeptieren, wenn Mitarbeitende der Stadtpolizei beschimpft werden.» 

«Zeitverschwendung»

Der verzeigte Mann äusserte sich entnervt: «Eine ganze Stunde lang bin ich von der Polizei ausgefragt worden.» Die Stunde sei die «reinste Zeitverschwendung» gewesen.

Der St. Galler gibt sich ahnungslos: «Ich war mir nicht bewusst, dass mein Posting auf Gehör stösst. Und schon gar nicht, dass ich dafür bestraft werde.»

Facebook ist Öffentlichkeit

Doch Dionys Widmer stellt gegenüber «fm1today» klar: «Grundsätzlich gilt, was auf der Strasse nicht erlaubt ist, ist auch auf Social Media nicht erlaubt. Dazu gehört das öffentliche Warnen vor Kontrollen oder eben Beschimpfungen. Auch zukünftig werden wir solchen Fällen nachgehen und Personen, welche sich nicht an die Regeln halten, anzeigen.»

Ob die Facebook-Beamtenbeleidigung des 33-jährigen wirklich strafbar ist, muss die St. Galler Staatsanwaltschaft nun entscheiden. (pfc)

Publiziert am 08.09.2016 | Aktualisiert am 08.09.2016
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38 Kommentare
  • Hans  Flick aus zollikerberg
    09.09.2016
    Seit wann hat eine Behörde eine Ehre? Eine Behörde kann man nicht beleidigen.
  • Fliederotto  Silkonbort aus Rheintal
    08.09.2016
    Hmmmm Also doe Kapo hat einen klaren Auftrag wo sie messen soll. Die machen fas nicht von dich aus. Ob die Stapo das auch so macht weiss ich nicht. Ich hab schon hunderttausende KM gefahren und dabei 2 Busen kassiert. Was hat die Untersuchung ergeben? ICH war zu schnell. Selber achuld! Allerdings ist das kein Grund Schlötterlig anzuhängen.
    • werner  widmer aus russikon
      09.09.2016
      Die KapO hat keinen direkten Auftrag. Sie entscheiden selbst wann und wo sie Kontrollen machen. Die Polizei ist ihr eigener Auftraggeber. Keine Behörde erteilt ihr einen spezifischen Auftrag, weder wann noch wo.
  • thomas  brunner aus Bönigen
    08.09.2016
    ... aber Recht hat Er schon ;-) ... und die nehmen inzwischen jeden der dort Arbeiten will. Ein unglaubliches Erscheinungsbild ... Schweizweit.
  • Karin  Schwegler 08.09.2016
    Ein bisschen zu harte Worte. Wegelagerer wäre passender. So lange Bussen budgetiert werden hat es nichts mit Sicherheit im Strassenverkehr zu tun, sondern mit Knete generieren da scheinbar die Steuern nicht mehr ausreichen.
    • Jac  Black 08.09.2016
      Ich finde dieses System wunderbar. Wer keine Busse bezahlen will, kann so 1. Benzin sparen, und 2. Steuern sparen. Perfekt. Ich bezahle beides nicht gerne. Eine Busse erst recht nicht, man kann ja auch normal Auto / Töff fahren.
  • Aleksandar  Pavic , via Facebook 08.09.2016
    Ich fahre im Jahr 30000 km und habe seit Ewigkeiten keine Radarbusse mehr bekommen. Warum regen sich die Leute so auf? Fahrt einfach normal dann habt ihr keine Probleme und keinen Stress! Es gibt wichtigeres im Leben! Und solche Aktionen auf facebook sind Kindergarten, dass die Polizei Zeit für so etwas hat ?!