WEF stutzt den Star-Faktor

  • Publiziert: 16.01.2008, Aktualisiert: 02.01.2012
play Kein WEF ohne Stacheldraht: Schweizer Soldaten packen Davos ein. (Keystone)

COLOGNY GE – Das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos setzt wieder auf nüchterne Politik – und verzichtet auf den Hollywood-Glamour vergangener Jahre.

Im Gegensatz zu den Jahren 2005 und 2006, als Leinwand-Grössen wie Sharon Stone sowie Brad Pitt und Angelina Jolie in die Bündner Berge zogen (siehe Diashow unten), sind dieses Jahr kaum Stars und Sternchen auf der Teilnehmerliste. Dominiert wird das WEF 2008 von Wirtschaftsvertretern und Politikern, wie aus der heute veröffentlichten Teilnehmerliste hervorgeht.

So werden zum Beispiel der britische Premier Gordon Brown, sein Vorgänger Tony Blair und der französische Premierminister François Fillon erwartet. Der afghanische Präsident Hamid Karzai wird ebenfalls am WEF teilnehmen. Und Königin Rania von Jordanien, die im letzten Jahr einen grossen Medien-Rummel hervorrief.

Die Schweiz wird durch fast alle Bundesräte vertreten. Nur Eveline Widmer-Schlumpf, die neue Justizministerin aus dem Bündnerland, bleibt dem Forum fern. Micheline Calmy-Rey wird sich in den nächsten Tagen entscheiden, ob ihre geplanten Begegnungen in Bern oder Davos stattfinden sollen.

Allerdings trüben verschiedene Wahlkämpfe den Ausblick: Von den deutschen Koalitionspartnern hat sich kein prominenter Vertreter angekündigt. Auch Kandidaten für die US-Präsidentschaft bleiben zuhause. Immerhin: Aussenministerin Condoleeza Rice soll die scheidende US-Regierung vertreten. (SDA/dip)

Gegen-Demo in Bern

BERN – WEF-Gegner organisieren nach vierjähriger Pause wieder eine Demonstration, weil ihrer Ansicht nach die Tanzparaden «Dance out WEF» zu wenig beachtet wurden.

Am Samstag erwartet das «Bündnis für globalen Widerstand» 1000 bis 1500 Personen in Bern. Die Demo läutet eine Aktionswoche ein, die auch spassige und kreative Auftritte enthalten sollen.

Die Organisatoren werden die Teilnehmer der Kundgebung vom Samstag nicht zum gewaltlosen Demonstrieren aufrufen; man setze auf Eigenverantwortung.

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