Randale in Davos Polizeigeschoss trifft Landammann

  • Publiziert: 29.01.2011

DAVOS - An der Anti-WEF-Demonstration am Samstagnachmittag in Davos ist es zu Ausschreitungen gekommen.

Die Polizei ging mit Wasser und Gummigeschossen gegen Teilnehmer der Kundgebung vor. Einige Demonstranten hatten am Schluss des Protestzugs Gegenstände gegen das Fünfsterne-Hotel «Flüela» geworfen.

Die Polizei reagierte auf diese Provokationen von gut einem Dutzend Demonstranten mit Wasser und Gummigeschossen, wobei auch der Davoser Landammann Hans Peter Michel getroffen wurde.

Ein Gummigeschoss habe ihn gestreift, und etwas Wasser habe er auch abbekommen, sagte Michel der Nachrichtenagentur SDA. Verletzt sei er jedoch nicht.

Höheres Gewaltpotential als in anderen Jahren

An der bewilligten Demonstration nahmen etwa 120 Personen teil. Die Kundgebung verlief friedlich, abgesehen vom Schluss in Davos Dorf. Er habe das Gefühl gehabt, das Gewaltpotenzial sei dieses Mal weit höher gewesen als in früheren Jahren, sagte der Davoser Landammann. Unter den Demonstranten bewegten sich einige Vermummte.

Organisiert worden war die Manifestation gegen das WEF von den Davoser Grünen und den JUSO Graubünden. Der Demonstrationszug marschierte von Davos Platz über die Talstrasse nach Davos Dorf.

Erstmals passierte die Kundgebung dieses Jahr den Eingang zum Kongresszentrum, wo die WEF-Teilnehmer zusammenkommen. Der Zugang war bei der Erweiterung des Zentrums von der Davoser Promenade an die Talstrasse verlegt worden. Die Demonstranten schwenkten Transparente und brandmarkten das Weltwirtschaftsforum einmal mehr als «Mördertreff». (SDA)

(SDA)

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