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Die Kundgebung dauerte rund zwei Stunden und verlief friedlich. Die vor allem jugendlichen Demonstranten zogen über die Talstrasse vom Bahnhof Davos Dorf zum Bahnhof Davos Platz. Dabei schwenkten sie Fahnen, Transparente und Schrifttafeln und skandierten Parolen wie «Wipe out WEF».
Auf der Höhe des Kongresszentrums, dem WEF-Tagungsort, wurde ein 15-minütiger Halt eingelegt. Hier ergriff Jo Lang das Wort und kritisierte die Wirtschaftskapitäne aufs Härteste.
«Der Berg ist entzaubert»
«Der Berg ist entzaubert», sagte der Zuger Nationalrat in Anspielung auf Thomas Manns berühmten Roman, der in Davos spielt. Die Biedermänner seien als Brandstifter entlarvt worden, zitierte er Max Frisch.
Eine neue, humanere Welt werde nicht hier in Davos, sondern am Weltsozialforum in Belem (Brasilien) geboren, sagte er. Die drängenden Probleme der Zeit könnten nur gelöst werden, wenn das Soziale wieder über das Elitäre gestellt werde. Dies gehe jedoch nur, wenn überzeugende Zivilbewegungen den Wirtschaftskapitänen entgegen träten.
Beim selben Zwischenhalt flogen einige Schneebälle und rund ein Dutzend Schuhe in Richtung des WEF-Tagungsortes. Demonstranten zündeten Knallkörper, rüttelten am Absperrgitter und rissen die Abdeckfolie herunter. (SDA/gux)
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Auch in Davos: der Schuh als Ausdruck des Protest. (Reuters)