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Steigenberger-Hotelier Aschi Wyrsch war gestern Abend etwas enttäuscht. Der russische Präsident Dmitri Medwedew reiste nach seiner Eröffnungsrede im neuen Kongresszentrum gleich ab.
Dabei hatte er ein Dayroom im Hotel Steigenberger reserviert, und Wyrsch hätte im ewigen Konkurrenzkampf der Davoser Hoteliers einen weiteren Punkt verbuchen können. Russen pflegten in früheren Jahren immer im Seehof abzusteigen.
So gehörte die Bühne um 22 Uhr am Burda Nightcap einem ehemaligen Präsidenten. Bill Clinton erschien mit seinem Gefolge an der von Verleger Hubert Burda ausgerichteten Party, die auch nach Jahren immer noch als Highlight des Davoser WEF-Nachtlebens gilt.
In Davos ist alles etwas anders. Das grösste Fest findet am Anfang statt. Der Flaschengeist weht durch die Stadt. Und der Sohn von Paul McCartney singt zu laut auf der Bühne. Clinton, der Altstar, beeindruckt die Wirtschaftsgrössen nach wie vor. «Er hat einfach Charisma», schwärmt Nestlé-Präsident Peter Brabeck, selber auch damit gesegnet. Bundesrätin Doris Leuthard sagt derweil zu Clinton, als sie sich für ein Foto zu ihm stellt: «I am the former president.»
So diskutiert man am WEF auf Augenhöhe und schaut auf Vereinendes zurück.
Auch an der Party war der zurzeit sehr gefragte Mann: Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank, der als Euro-Orakel herhalten musste. Er unterhielt sich mit dem Verleger-Paar Dichand aus Österreich, das die «Kronen Zeitung» herausgibt.
Unterbrochen wurden sie von der Stimme des Gastgebers, der mit dem Mikrofon in die Menge rief: «Ferres come here!», um seinen Star Veronica Ferres an seine Seite zu holen und dann zu sagen: «Dear friends, this is the Höhepunkt of the party.»