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Weg mit Tibet-Fahnen und Dalai Lama-Büchern aus Davoser Läden! Das fordert die Polizei – weil der chinesische Premier Wem Jiabao am WEF zu Gast ist (Blick.ch berichtete). Doch die übereilige Zensur verletzt das Demokratieverständnis unserer Leser.
Denn der vorauseilende Gehorsam passt nicht zur Meinungsfreiheit in der Schweiz.
Blick.ch-Reporter Matthias Pfander sprach mit dem ehemaligen Chef von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), Walter Fust in Davos. Auch er findet die «Zensur bedauerlich» (siehe Video).
Viele Blick.ch-Leser finden, dass so etwas nicht geht: «Die Schweiz kennt keine Pollitik und Wirtschaftsethik mehr. Es ist beschämend! Geld, Gier, Überheblichkeit und Egoismus regiert die Schweiz. Der moralische Tiefpunkt unserer Demokratie ist erreicht!», schimpft John Luternauer.
Oder Jürg Rohner aus Zürich: «Tiefer kann man kaum noch fallen, rechtlich unhaltbar, dazu äusserst peinlich. Wir haben Meinungsfreiheit in der Schweiz. Die Verbrecher sind in der chinesischen Regierung zu suchen und nicht unter den Tibet-Sympathisanten. Braucht die Schweiz bzw. das Polizei-Corps in Graubünden Geschichtslektionen. Ein schwarzer Tag für die Schweiz.»
Aber es gibt auch andere, die das Vorgehen der Polizei gutheissen und verteidigen. Etwa Markus Schaub, Davos: «Das Entfernen der Flagge ist richtig. Diese hat in Davos nichts zu suchen».
Oder Hans-Peter aus Bern: «Aber Hallo! Was ist so schlecht daran, sich mit der Wirtschaftsmacht China gut zu verstehen? Erst recht in der aktuellen Krise? Und was gibt uns das Recht, über andere zu urteilen? Würden wir akzeptieren, wenn sich andere in die Frage des Berner Juras einmischen würden? Wacht auf!» (gux)