Bundespräsident Joachim Gauck fordert Begrenzung der Zuwanderung Ist das die Wende in der deutschen Flüchtlingspolitik?

Joachim Gauck warnt vor Grenzenlosigkeit und Offenheit für Flüchtlinge.

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Überraschend deutliche Worte des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck (75) zur Flüchtlingskrise. Während die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (61) nach wie vor auf Willkommenskultur setzt, warnte Gauck heute Vormittag am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos davor, die Offenheit mit Grenzenlosigkeit zu verwechseln. Zwar sei «die Aufnahme derart Verfolgter ein Gebot humanitärer Verantwortung», sagt der ehemalige Pastor Gauck. Deutschland aber könne nicht alle aufnehmen. «Gerade weil wir möglichst vielen Schutz bieten wollen, werden wir, so problematisch, ja tragisch es ist, nicht alle aufnehmen können.»

Eine Begrenzung der Zuwanderung erachtet Gauck nicht als unethisch. Grenzen zu setzen. «Begrenzung hilft, Akzeptanz zu erhalten», sagt Gauck. «Ohne Akzeptanz ist eine Gesellschaft nicht aufnahmebereit.» Zumal die Bereitschaft zum solidarischen Handeln «nicht unendlich» sei. 

Auf keinen Fall dürfe man das Feld den Populisten und Fremdenfeinden überlassen. Gauck: «Rechtsaussen darf kein Monopol haben, über die Sorgen und Bedenken der Bevölkerung zu sprechen.»

Gauck nannte die Flüchtlingskrise die «grösste Gefahr für Europa». Wenn die Freizügigkeit aufrecht erhalten werden soll, müssten die europäischen Aussengrenzen sicherer werden. Er legt verschärfte Grenzkontrollen nahe: «So lange die EU-Aussengrenzen nicht wirksam gesichert, werden nationale Grenzen wieder an Bedeutung gewinnen.»

Scharfe Kritik übte er an osteuropäischen Staaten, ohne Polen und Ungarn beim Namen zu nennen. «Ich kann nur schwer verstehen, wenn ausgerechnete Länder, Verfolgten ihre Solidarität entziehen, deren Bürger als politisch verfolgte einst selbst Solidarität erfahren haben.»

Publiziert am 20.01.2016 | Aktualisiert am 16.02.2016
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81 Kommentare
  • Stef  Wälti aus Fehri
    21.01.2016
    Dieser ganze Flüchtlingsmist ist völlig Falsch. Das man solche Menschen in so ein modernes System integrieren will, wird völlig fehlschlagen. Ich bin kein Rassist, aber wenn man solch völlig andere Kulturen miteinander vermischen möchte, dann kommen mehr Probleme auf einem zu als einem lieb ist, Fakt.
  • andré  schaerer aus lenzburg
    20.01.2016
    Die Schweiz kriegt auch ihr Fett weg, denn bei uns ist es die Frau Sommaruga-Merkel. Aber solange wir immer wieder Linke wählen, wird es sicher nicht besser werden. Seit geraumer Zeit herrscht das absolute Stillschweigen und keiner merkt es! Keine Zahlen, einfach NICHTS.
  • Ernst  Dittmar aus Adliswil
    20.01.2016
    Solange deutsche Soldaten den Amerikanern in Syrien helfen, immer neue Flüchtlingswellen loszutreten, solange wird Flüchtlingswelle um Flüchtlingswelle in Deutschland eintreffen. Der Protest gegen die Flüchtlinge trifft die Falschen. Die Regierung muss unter Druck gesetzt werden. Nur das hilft!
  • Alex   Teemu 20.01.2016
    Wenn Deutschland die Grenzen schliesst oder eine Obergrenze einführt, dann kann es sehr schnell gehen bis Migranten auf die Schweiz ausweichen. Die CH hat ca. 16000 Polizisten. Angenommen es kommen täglich 2000 Flüchtlinge an, haben wir bereits nach 8 Tagen soviele Flüchtlinge wie Polizisten. Nach zwei Wochen doppelt so viele. Dazu kommt, dass die Schweiz um ein vielfaches mehr unnützbares Land Gebirge hat als Deutschland. Die Schweiz muss bereit sein den Riegel zu zuschieben.
  • Boris  Kerzenmacher 20.01.2016
    Wer hier meint, Europa uns speziell D hat mehr Flüchtlinge in einem Jahr aufgenommen als insgesamt in 10, 20 oder 30 Jahren, der irrt. Anfang der 90er hat alleine D bis zu 600.000 Flüchtlinge pro Jahr aufgenommen. Das hat der Bürger dazumal aber bewusst übersehen, weil so gut wie alle in Ghettos kamen wie Neukölln, Marxloh etc. Heute kommen Flüchtlinge/Migranten überall unter, aber erst jetzt kommt der Bürger aus seiner Wohnung/Haus und beschwert sich.