«We love Muhammad» statt «Lies!» Nun verteilen Salafisten Mohammed-Biografien

BASEL - Die deutschen Behörden haben die Koran-Verteilaktion «Lies!» gestern verboten und Razzien gegen Verantwortliche der Organisation durchgeführt. Ein neues Netzwerk ist jedoch bereits aufgebaut – und auch in der Schweiz aktiv.

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Auch in der Schweiz verteilt «Lies!» Gratis-Korane. Facebook

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Das deutsche Innenministerium hat die salafistische Vereinigung «Die wahre Religion» verboten und aufgelöst. In zehn Bundesländern und fast 200 Orten führte die Polizei gestern Razzien durch (BLICK berichtete). Dem Verein wird vorgeworfen, Koran-Verteilaktionen unter dem Label «Lies!» zur Radikalisierung und Rekrutierung für den Dschihad zu nutzen. Auch in der Schweiz ist der Verein aktiv. Regelmässig verteilt «Lies!» in Schweizer Städten Gratis-Korane.

Unterdessen lancierten die Salafisten laut «Tages-Anzeiger» bereits eine neue Organisation: Unter dem Namen «We love Muhammad» verteilen die Muslime nun statt Korane Mohammed-Biografien – auch in der Schweiz. 

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Diese Männer verteilten in Basel die Mohammed-Biografie. Facebook

Hinter der neuen Aktion steht der deutsche Konvertit Pierre Vogel. Auf seinem Facebook-Profil ist ein Video aus Basel zu sehen, das Männer beim Verschenken der Biografien zeigt. Auch «schöne Geschichten für die Kinder» in Form eines Hörbuchs sind im neuen Sortiment, dazu Visitenkarten und eine App.

Es handle sich um die erste Aktion der Organisation, sagt einer der Männer. Auch Bilder ähnlicher Aktionen in Bern und den deutschen Städten Frankfurt und Köln sind auf Vogels Profil zu finden.

Im Gegensatz zu Deutschland ist hierzulande weder die «Lies»-Verteilaktion, noch das neue Projekt Vogels verboten. Die Bundesanwaltschaft führe jedoch aktuell verschiedene Strafverfahren gegen Personen, die in Verbindung mit der Aktion stünden oder gestanden hätten, sagt André Marty, Sprecher der Bundesanwaltschaft zu BLICK. (kra)

Publiziert am 16.11.2016 | Aktualisiert am 17.11.2016
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  • willy  telli aus brügg
    17.11.2016
    Nimmt mich Wunder, wie lange die Schweizer Regierung braucht um die Gefährlichkeit der Aktionen fest zu stellen?! Stehter Tropfen höhlt den Stein. Da ist was Wahres dran. Heute Mohammed und Morgen Salafistisches Gedankengut. Sofort Einhalt gebieten sonst ist es zu spät.