Sie ist die Zahl der Sünde, keine zehn mehr, aber noch kein Dutzend. Viele Liebespaare wollen am 11. 11. 11 heiraten, und eine Schweizer Stadt hat sich der Elf verschrieben. Auch Numerologen knobeln an ihr herum. Lesen Sie hier, was uns die Elf 2011 so alles verspricht – in elf Portionen.
Mit der 11 in der Elf
Elf Freunde sollt ihr sein! In der EM-Qualifikation spielt Marco Streller mit der Trikotnummer 11.
Am 11. Oktober 2003 stand er erstmals für die Schweiz auf dem Rasen. Am 11. Spieltag feierte er mit seinen Teamkollegen die ersten drei Punkte gegen Wales.
Die 11 darf die Glückszahl der Schweizer Nati bleiben: Am 11. Oktober ist das letzte Quali-Spiel gegen Montenegro.
11. 11. 2011: Der perfekte Tag zum Heiraten
Endlich wieder eine Schnapszahl für Hochzeitspaare. Anmelden kann man sich in der Schweiz aber meist nur sechs Monate im Voraus. Das würde für Prinz William (28) wohl nicht gelten.
Doch er mag ohnehin nicht so lange warten: Am 29. April macht er Kate Middleton (28) zu seiner Frau.
Auch in Monaco wird 2011 Geschichte geschrieben: Albert von Monaco (52) heiratet am 8. Juli Charlene Wittstock (32).
11. September 2001
Die Selbstmordanschläge auf die New Yorker Twin Towers mit fast 3000 Opfern jähren sich 2011 zum zehnten Mal.
Die Folgen reichen bis in die Gegenwart. Der Afghanistan-Krieg dauert an. Gesellschaftspolitisch wirkte der Terrorakt auf die Debatte über den «Kampf der Kulturen» wie ein Katalysator. Der Islam rückte in die Nähe von Tod und Terror. Auseinandersetzungen um Burka und Minarette, den Karikaturenstreit oder die Anti-Islam-Theorien eines Thilo Sarrazin nehmen an Schärfe zu.
Zahlen-Zauber der Elf
Die Elf ist die erste zweistellige Primzahl. Weil auch 2011 eine Primzahl ist, gibt es in diesem Jahr 52 Tage, deren Daten nur aus Primzahlen bestehen.
Der erste ist der 2. Februar 2011. In den drei Monaten März, Mai und November gibt es je elf Daten, die nur aus Primzahlen bestehen. Wenn das nur gut kommt. Gilt doch die Elf als Zahl der Sünde, weil sie die Zehn Gebote überschreitet.
1 und 1 Mädchen in Roger Federers 11. Liebesjahr
Die Elf kann man auch als Eins neben einer Eins sehen. Fragt man nach der Schweizer Nummer eins, ist dies für viele Tennis-Ass Roger Federer (29).
Seine persönliche Nummer eins ist Mirka (32). An den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney haben sich die beiden Athleten kennen und lieben gelernt, sie sind in ihrem elften Liebesjahr und feiern am 11. April ihren Hochzeitstag.
Eins und eins, das sind auch die Zwillinge Charlene Riva und Myla Rose Federer, beide einjährig und der Stolz der Tennis-Eltern. Auch als Familienvater bleibt Federer im Sport ambitioniert und strebt 2011 noch mal den Grand Slam an.
Elf Top-Konzerte in 2011
3. Februar: Elton John, Genf
16. Februar: Snoop Dogg, Genf
25. Februar: Katy Perry, Zürich
9. März: Kylie Minogue, Zürich
8. April: Justin Bieber, Zürich
6. Juni: Roger Waters mit «The Wall», Zürich
23. Juni: Herbert Grönemeyer, Bern
18.-21. August: Seeed, Gampel.
14. Juli: Bon Jovi, Zürich
14. Juli: Roxette, Locarno
7. November: Rihanna, Zürich
Solothurn ist die «Elferstadt»
In Solothurn ist die Zahl elf heilig. Der Kanton ist 1481 als elfter Kanton in die Schweizerische Eidgenossenschaft eingetreten. Eine Geschichte besagt, dass elf Elfen die Stadt fröhlich gemacht haben. Als Dank bauten ihnen die Solothurner elf Brunnen, elf Kapellen und Kirchen sowie elf Türme.
Die St. Ursen-Kathedrale wurde in elf Jahren gebaut. Sie birgt elf Glocken, elf Altäre, elf Türen, elf Wasserspeier, und die Freitreppe teilt sich in Abteile zu je elf Stufen. In der Altstadt gibt es elf Stadtplätze, elf Museen und elf Türme.
Deshalb ist Solothurn der Schweizer Kanton 2011.
Bald nur noch elf Parteien unter der Bundeskuppel?
Zwölf Parteien sind heute in der Bundesversammlung vertreten, bald könnten es nur noch elf sein. Gefährdet ist die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP): Sie will bei den Wahlen am 23. Oktober ihre Mandate zwar verdoppeln, möglich ist aber auch die Fusion mit einer anderen Partei, etwa der CVP.
Seltsam: Die Elf scheint für die BDP eine Schicksalszahl zu sein. Gegründet wurde sie am 1. 11. 2008, also an Allerheiligen – dem Tag, an dem man der Toten gedenkt. Ob das ein gutes Omen ist?
Noch 11 Final-Plätze für Mister Schweiz
Elf schöne Männer braucht es noch, bis die Finalisten der Mister-Schweiz-Wahlen 2011 feststehen.
Der Mister Svizzera Italiana Luca de Nicolas hat es schon in die Endrunde geschafft. Wer neben ihm um die Nachfolge von Jan Bühlmann (23) kämpft, entscheidet eine Jury.
Die grosse Wahlnacht ist am 2. April – Bühlmann gibt dann den Titel nach elf Monaten weiter.
Elfenbeinküste droht blutiger Machtkampf
Im November wählte das 20-Millionen-Volk Alassane Ouattara zum Präsidenten der Elfenbeinküste. Doch sein renitenter Vorgänger Laurent Gbagbo weigert sich abzutreten, selbst internationaler Druck nutzte bisher nichts.
Der Machtkampf könnte den westafrikanischen Staat, bis 1960 Kolonie Frankreichs, in einen Bürgerkrieg stürzen. Der neue von Ouattara installierte Botschafter Bamba warnte vor «Völkermord».