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«Selbstverständlich habe ich am 26. Januar 2007 von der Razzia im militärischen Büro des damaligen Brigadiers Roland Nef erfahren.» Das bestätigte Christophe Keckeis gestern gegenüber «10vor10». Und der Ex-Armeechef packt weiter aus: «Und selbstverständlich habe ich unmittelbar danach auch den Departementsvorsteher des VBS, Samuel Schmid, informiert.»
Noch mehr dicke Post für Samuel Schmid. Denn der hatte gestern beteuert, er habe die Tatsache einer Untersuchung ganz einfach vergessen. Aber kann der VBS-Chef wirklich eine Razzia im Büro einer seiner ranghöchsten Mitarbeiter vergessen? Offenbar ja.
Es hätte ihm ja nichts genützt, wenn er bewusst die Unwahrheit gesagt hätte, betonte Samuel Schmid auch im Live-Interview in der «Tagesschau» nochmals (Blick.ch berichtete).
Seine Bundesratskollegen wollten zur Causa Nef-Schmid im Nachrichtenmagazin keine Stellung nehmen. Jedoch äusserten sich die alt Bundesräte Elisabeth Kopp (FDP) und Otto Stich (SP): Es sei «unverantwortlich und inkompetent», dass trotz eines Strafverfahrens der Person Nef nicht auf den Grund gegangen wurde. Und Otto Stich foderte den «sesshaften» Bundesrat zum Rücktritt auf.
Heute Nachmittag will die Geschäftsprüfungskomission (GPK) des Nationalrats sich zum Fall Nef-Schmid äussern. (spj)