Warum Covassi aussagen will

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von <a href="mailto:krt@ringier.ch">Beat Kraushaar</a>

ZÜRICH – Claude Covassi konvertierte im Auftrag des Inland-Geheimdienstes zum Islam. Das war eine wichtige Voraussetzung, um glaubwürdig das Islam-Zentrum in Genf und dessen Leiter Hani Ramadan zu unterwandern. Doch die Konvertierung erwies sich für den Inland-Geheimdienst als Bumerang.

Claude Covassi war nämlich je länger je mehr beeindruckt von der Weisheit Ramadans und von der islamischen Religion. Das hat er in persönlichen Gesprächen dem hier Schreibenden mitgeteilt.

Darauf hin weist auch der Brief, der Covassi an Hani Ramadan Ende letztes Jahr geschrieben hat.
Darin entschuldigt er sich für seine Spitzeltätigkeit und den schweren Fehler den er damit begangen hat. «Wenn Gott will, bekomme ich die Möglichkeit detailliert darüber zu berichten, mit welch fragwürdigen Methoden der Inland-Geheimdienst ihn ausspionieren wollte», steht in dem Brief an Ramadan.

Covassi erwähnte im Schreiben auch, dass er aus Angst vor Repressionen so lange wie möglich im Ausland untertauchen werde.

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