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Das Walliser Kantonsparlament hat eine Resolution überwiesen, in der es Libyen darum bittet, die beiden Schweizer Geiseln im Hinblick auf die kommenden Festtage freizulassen.
Dank der «privilegierten» Beziehung zwischen dem Bergkanton Wallis und Libyen via Tamoil und der Raffinerie in Collombey erhofft sich das Parlament eine positive Wirkung.
Es sei für das Wallis «eine Ehre, ein Teil der libyschen Erdölindustrie beheimaten zu dürfen», heisst es in der von der SP-Fraktion eingereichten Resolution. Doch gerade diese Partnerschaft sei Grund dafür, dass sich der Kanton in dieser Angelegenheit engagieren müsse. So heisst es in der Resolution:
«Aufgrund der guten gegenseitigen Beziehungen fordert die Republik und der Kanton Wallis (...) Oberst Muammar Abu Minyar al-Gaddafi auf, für die Weihnachtsfeiertage die Rückkehr von Max Göldi und Rachid Hamdani in die Schweiz zu erlauben – mit welcher Begründung auch immer.»
Die Urheber der Resolution hoffen, dass die Bitte aus dem Wallis vom libyschen Staatschef Muammar Gaddafi erhört wird. Sie hoffen zudem, dass «die guten Beziehungen mit Libyen» weiter geführt werden können.
Freysinger: Es wird nichts nützen
SVP-Nationalrat Oskar Freysinger findet den Vorstoss des Parlaments seines Heimatkantons prinzipiell gut: «So wird ein Zeichen gesetzt. Die Politik hat die Geiseln und ihre Familien nicht vergessen und zeigt sich solidarisch.»
Einen grossen Eindruck auf Gaddafi werde das Dokument aber kaum machen, ist Freysinger überzeugt. (SDA/gux/hhs)