Wahlfeier Triumphzug von Bundespräsidentin Doris Leuthard durch den Aargau

Die nächstjährige Bundespräsidentin Doris Leuthard ist am Donnerstag im Kanton Aargau von den Behörden und der Bevölkerung herzlich empfangen worden. Für die Magistratin war es ein Triumphzug durch ihren Heimatkanton.

Aargauer Polit-Frauenpower: Doris Leuthard im Gespräch mit Frau Landammann Susanne Hochuli (links) und der Aarauer Stadtpräsidentin Jolanda Urech (Mitte). play
Aargauer Polit-Frauenpower: Doris Leuthard im Gespräch mit Frau Landammann Susanne Hochuli (links) und der Aarauer Stadtpräsidentin Jolanda Urech (Mitte). Keystone/ENNIO LEANZA

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Schweiz

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Erste Station war die Kantonshauptstadt Aarau. Im Eilschritt strebte die Festgemeinde auf dem Trottoir vom Bahnhof zum Kunsthaus, wo eine erste Feier stattfand. Im Gefolge der «Königin» befand sich praktisch alles, was in Bundesbern Rang und Namen hat. Die Gästeliste umfasste nicht weniger als sieben Seiten.

Im Kunsthaus, nur wenige Meter vom Grossratsgebäude entfernt, wo Leuthard 1997 zu ihrer steilen Politkarriere gestartet war, wurde sie von der Aargauer Regierung mit Frau Landammann Susanne Hochuli an der Spitze empfangen.

Aarau als erste Hauptstadt der helvetischen Republik sei ideal für einen solchen Empfang, sagte Hochuli. Sie wünsche allen, und nicht nur für diesen Tag, etwas vom republikanischen Geist, der die Gründerväter damals umweht habe, sagte Hochuli weiter.

Die Aarauer Stadtpräsidentin Jolanda Urech verglich Doris Leuthard mit dem Aarauer Wappentier, dem Adler. Doris Leuthard habe es mit den Eigenschaften von Adlern, mit Klugheit, Mut, Scharfblick und Weitblick, weit gebracht. Deshalb erhielt Leuthard von der Stadt Aarau einen Stadtadler Kuchen.

Auch die Gefeierte selber kam zu Wort. Bilder sagten mehr als 1000 Worte, meinte Doris Leuthard mit Blick auf die Ausstellungsstücke im Kunsthaus. Dies sei auch ein Fingerzeig an die Politiker und Politikerinnen.

Das Bild, das unsere Schweiz abgebe, sei nach wie vor von Erfolg, Respekt und Anerkennung für unsere Leistungen geprägt. Die Schweiz von morgen zu gestalten, beginne mit einer Vorstellung, einem Bild im Kopf, spann Leuthard den Faden weiter.

Nach einem Apéro auf dem Kunsthausdach, zu dem auch die Bevölkerung eingeladen war, zog der Tross der Bundespräsidentin mit dem Extrazug zuerst nach Muri weiter, von wo es mit Bussen zur Wahlfeier nach Merenschwand, dem Wohnort von Doris Leuthard, ging.

Dort meldeten sich weitere Redner zu Wort, unter ihnen der amtierende Bundespräsident Johann Schneider-Ammann, CVP Schweiz-Präsident Gerhard Pfister und der höchste Aargauer, Grossratspräsident Marco Hardmeier.

Aus einer ausgelassenen Feier ohne Ende wurde aber nichts, denn vor allem die eidgenössischen Parlamentarier wurden am Freitag zeitig im Bundeshaus für die Schlussabstimmungen der Wintersession zurück erwartet.

Doris Leuthard war am 7. Dezember von der Vereinigten Bundesversammlung mit 188 von 207 gültigen Stimmen zur Bundespräsidentin für das kommende Jahr gewählt worden. Die 53-Jährige Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation übernimmt dieses Amt zum zweiten Mal nach 2010.

Die CVP-Politikerin ist seit 2006 Bundesrätin und damit das amtsälteste Mitglied der Landesregierung. Mit Leuthard stellt der Kanton Aargau zum 15. Mal den Bundespräsidenten oder die Bundespräsidentin. Mit Emil Welti, der in den Jahren 1869, 1872, 1876, 1880, 1884 und 1891 dieses Amt sechsmal bekleidete, stammt auch der Rekordhalter aus dem Aargau. (SDA)

Publiziert am 15.12.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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