Sonderzug nach Kopenhagen Vorbild Leuenberger reist grün im Zug

  • Aktualisiert am 13.01.2012

BERN – Der Umweltkluge reist im Zuge. Bundesrat Moritz Leuenberger reist im Dezember mit einem Sonderzug an den UNO-Klimagipfel in Kopenhagen. Die SBB nimmt an einer internationalen Kampagne der Bahngesellschaften teil und organisiert den Transfer der Delegation.

Der Vorsteher des Eidg. Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) reist am späten 16. Dezember mit dem Spezialzug von Bern in die dänische Hauptstadt ab, erklärte UVEK- Informationschef Dominique Bugnon.

Auch SBB-Chef Andreas Meyer wird sich Leuenberger anschliessen, wie die Bundesbahn bestätigte. Die Reise des Delegationszuges dauert rund 16 Stunden. Die Einzelheiten der Reise seien noch nicht geregelt und müssten diskutiert werden.

Der UNO-Umweltgipfel dauert vom 7. bis zum 18. Dezember. Der ministerielle Teil ist an den beiden letzten Konferenztagen vorgesehen.

Breite Kampagne

Der Internationale Eisenbahnverband (UIC) hat für die Zeit vor dem Gipfel eine breit angelegte Kampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung in Umweltfragen lanciert. Die Bahnreise des Schweizer Delegationstrosses zeige, dass diese Art der Verschiebung unter dem Gesichtspunkt Umweltverträglichkeit Vorteile bietet, sagt SBB- Sprecher Frédéric Revaz weiter.

Bereits zur Ouvertüre in Kopenhagen können Teilnehmer am Gipfel am 5. Dezember in Brüssel den «Klima Express» nach Kopenhagen besteigen. An Bord dieses Zuges findet eine zwölf-stündige Konferenz über das Thema Transport und Klimawandel statt.

Von Kyoto nach Kopenhagen

Ein weiterer Spezialzug ist vergangene Woche in Kyoto gestartet. 1997 wurde in der japanischen Stadt das Kyoto-Protokoll zur Reduktion der Treibhausgase verabschiedet. In Kopenhagen soll nun die Neuauflage mit den Reduktionszielen für die Zeit nach 2011 verabschiedet werden.

Auf der 9000 Kilometer langen Reise quer durch Russland kann die Bevölkerung für die Folgen des Klimawandels sensibilisiert und der geringe CO2-Ausstoss des Schienentransportes gezeigt werden. An der Kampagne sind auch der UNO-Umweltfonds und der WWF beteiligt. (sda)

Für einmal braucht Bundesrat Leuenberger die Hände nicht zu verwerfen. Schliesslich geht er als grünes Vorbild voran und fährt im Zug an den Klimagipfel.- Reuters

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