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Von wo hat der Schütze geschossen? Vom Parkplatz (hinter dem Baum links im Bild) oder vom ETH-Schild aus (Kreis rechts)? (Paolo Foschini)
Drei Polizisten sind gestern Vormittag am Hönggerberg. Von allen Seiten betrachten sie das Bushäuschen, wo Francesca P.* (16) am Freitag erschossen wurde.
Von wo aus hat der Täter geschossen? Die Beamten vermuten: Der Schütze lauerte hinter dem weissen ETH-Schild (rechts im Bild). Dieses befindet sich auf einem Hügel nur 50 Meter weit entfernt von der Busstation. Die Sicht auf den Ort, wo Francesa von einer Kugel tödlich in die Brust getroffen zusammenbrach, ist frei.
Die Kriminaltechniker sichern Fingerabdrücke auf dem Schild. Hat der Täter sich hier angelehnt? Hat er seine Waffe hier abgestützt?
Die Ermittler suchen den ganzen Hügel ab. Jedes Papierzettelchen, jeden Zigarettenstummel nehmen sie mit.
Die Spur ist heiss. Am Nachmittag rücken weitere Polizisten an. Mit Metalldetektoren suchen sie erneut unterhalb des ETH-Schildes. Doch offiziell gibt sich die Polizei bedeckt: «Es sind mehrere Schussrichtungen möglich. Der Täter könnte auch von unten oder von einem Parkplatz geschossen haben, der nur 100 Meter weit vom Bushäuschen liegt», sagt Sprecher Karl Steiner.
Als Tatwaffe kommt eigentlich nur ein Gewehr in Frage. Darauf lässt sich durch die Projektil-Fragmente schliessen.
Mit Hunden durchsuchen die Beamten auch die weitere Umgebung und den naheliegenden Wald. «Wir suchen nach Gegenständen, die der Täter vielleicht auf seiner Flucht verloren hat», erklärt Kapo-Sprecher Karl Steiner.