Gedenkmarsch durch Zürich Vigans Freunde: «Die Gewalt muss aufhören»

ZÜRICH - Nach dem Drama vor dem Zürcher Club Kaufleuten wollen seine Freunde ein Zeichen setzen. Sie rufen auf Facebook zu einem Gedenkmarsch am Samstag auf.

  • Publiziert: 18.07.2012
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Der Iraker Shivan Mohamed wurde zwei Wochen von der Polizei gesucht.

(Kapo ZH)

«Vigan ist letzten Sonntag von uns gegangen, dieses schreckliche Ereignis begleitet uns seither jeden Tag, jede Stunde, jede Minute», schreiben seine Freunde auf Facebook. Die Frage nach dem «Warum» verfolgt sie. Vigan sei «sinnlos von uns gegangen», schreiben sie weiter. «Die Gewalt muss aufhören. Wir wollen uns gegen diese Gewalt einsetzen und dies der Öffentlichkeit zeigen.»

Die Freunde von Vigan M. wollen ein Zeichen setzen und rufen zu einem Gedenkmarsch auf. «Wir werden uns an Samstag auf dem Helvetiaplatz in Zürich versammeln und durch die Stadt marschieren», kündigen die Initianten an. Sie hätten eine Sonderbewilligung von der Stadt erhalten. Die Strassen würden von der Verkehrspolizei gesperrt, sämtlicher Verkehr, ob Auto, Velo oder Tram werde stillstehen.

Gedenkminute am Tatort

Die Route führt am Tatort vorbei. Dort habe die Verkehrspolizei Zeit für eine Gedenkminute zugesichert. «Wir erweisen Vigan mit diesem Marsch die letzte Ehre. Wir wollen der Öffentlichkeit und vor allem seiner Familie zeigen, wie wichtig uns Vigan war. Es versteht sich grundsätzlich von selbst, dass hier weder Gewalt, Auseinandersetzungen noch Geschrei Platz haben», schreiben Vigans Freunde.

Der 23-Jährige starb am Tag seiner Geburtstagsfeier. Vor dem Zürcher Kult-Club Kaufleuten war es in der Nacht auf Sonntag zu einem heftigen Streit gekommen. Vigan und sein jüngerer Bruder Visar wurden mit einem Messer attackiert: Vigan starb noch vor Ort. Visar überlebt nur knapp.

Derjenige, der die Familie so grausam ausei­nandergerissen hat, ist immer noch auf der Flucht. Die Stadtpolizei Zürich sucht nun mit Hilfe der Bevölkerung nach dem Mann. (gtq)

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Die Route des Gedenkmarschs.

(Screenshot/ GoogleMaps)

Beliebteste Kommentare

  • Sandro  Antognazzi , Niederuzwil
    Der Grundgedanke und die Idee ist lobenswert! Leider muss ich auch sagen, dass es beängstigend ist, wie oft ausländische Mitmenschen an solchen Taten beteiligt sind. Gerade wurde ein Beitrag im Tagblatt veröffentlicht, der die erschreckend hohe Ausländerbeteiligung der letztjährigen Morde im Kanton St. Gallen belegt. Vielleicht müsste man zu Gunsten alle Ausländer, die hier unter dem zusehends schlechten Ruf leiden, einen Gedenkmarsch gegen Ausländergewalt und deren Opfer machen...
  • René  Kunz , via Facebook
    Ich bin grundätzlich gegen Gewalkt! Wie wäre es aber, einmal eine Demo gegen Ausländer-Gewalt zu organisieren? Die sehen wir doch tagtäglich!

Alle Kommentare (23)

  • Donato  Toscano , Hünenberg
    Mein herzlichster Beileid an die Familie des Opfers. Ich denke in solche Momente spielt die Nationalität absolut keine Rolle. Das wichtigste ist wie man solche Probleme lösen kann. Damit nicht noch mehr junge Leute ihr Leben lassen müssen. Da sind alle gefragt Mitmenschen, Politiker und vorallem die Justiz. Gewalt war und wird nie eine Lösung sein.
  • Adrijana  Berishaj , St. Gallen
    Ich bin weiss gott keine mutter theresa. Aber ein junger mann musste wegen nichts und nochmal nichts sein leben lassen. Wie kann man in dieser situation nur auf die idee kommen, den täter, wenn auch indirekt, zu rechtfertigen? Weil es ein kosovo albaner ist vielleicht? Liebe schweizer vergesst doch die klishees die uns das albanern das leben schwer machen. Wir albaner lieben und würdigen die schweiz. Leider nimmt die boulevardpresse, darunter auch der blick, einzelne fâlle solange auseinander, bis herr und frau meier kein gutes haar an uns lassen können. Ich persönlich würde die schweiz gegen kein anderes land der welt tauschen. In mir schlägt ein albanisches herz aber den patriotismus widme ich der schweiz. Ich bitte daran zu denken, dass freunde und familie vigans diese kommentare womöglich lesen. Das ist einfach nicht fair was geschrieben wird! Dem täter wünsche ich, dass er baldmöglichst zur besinnung kommt. Liebe grüsse
    • Peje  Kosova
      Du sprichst Mir aus der Seele!!!Ich fühle mich auch oft ein wenig Mitschuldig/zum schämen wenn ein Landsmann etwas dummes Anstellt im bezug auf deinen Kommentar,aber ansonsten kann Ich dir nur zustimmen,Ich liebe die Schweiz auch und würde sie im krieg verteidigen weil die Schweiz meine Heimat ist,auch wenn ein Albanisches Herz auch in mir schlägt!Ich bin stolz auf deinen Kommentar,ich bin stolz das du so denkst und fühlst!
      • 19.07.2012
      • als Kommentar auf Adrijana  Berishaj , St. Gallen
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    • jürg  frey , teufen
      Ihr habt ja Recht. Nur im Grunde genommen ist das Problem, die Absonderung. Ihr sprecht aus, dass die Schweiz Eure Heimat ist und dieser Eure Liebe gehört. Das ist schön und lobenswert. Nur ich denke, hört Euch mal um bei Euren Landsleuten und helft Jenen zur Erkenntnis zu kommen, die das nicht können. Offenbar können Schweizer das nicht, also sind wir auf Hilfe aus Euren Reihen angewiesen. Unsere Gesetze und unsre Kultur ticken nun mal anders; das ist ganz normal. Aber anpassen bis zu einem gewissen Grad muss sich der, welcher in einem Gastland lebt. Das muss sich einbrennen beim Hintersten und Letzten. Warum müssen wir Angst haben vor Leuten aus Kosovo und Ex-Jugoslawien? Tamilen, Japaner etc. müssen wir ja auch nicht fürchten. Sind die Anpassungsfähiger?
      • 19.07.2012
      • als Kommentar auf Adrijana  Berishaj , St. Gallen
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  • Tonic  Hitz , Zürich , via Facebook
    Ich möchte gerne wissen was der Auslöser zu diesem Streit war.
  • Kadir  Isik , Aarau
    Ein vater hat seinen sohn verloren. Mein herzliches beileid an die familie. Auch an die eltern des mörders die wollten sicher auch nicht das so was passiert. Ich hoffe das der Täter so schnell wie möglich dingfest gemacht wird, den solche leute müssen bestraft werden.
    Schrecklich was pasdiert ist solche leute haben keinen platz in dieser fridlichen gesellschaft.
    Liebe schweizer Richter wen es so weit ist muss härte bewiesen werden.
    Auch ein kompliment an die blic redaktionk wie vorsichtig dieses thema behandelt wird. Die beste zeitung der schweiz halt.
  • Urchiger  Sepp , Nidwalden
    Ich würde mir wünschen, dass die Aktion der Freunde etwas bewirken würde, aber ich glaube kaum, dass sich dadurch etwas an der Gewaltsituation an Schweizer Schulen, im Ausgang etc. ändern wird...
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