Mit Militärmaterial Geld gemacht Fünf Armeekader müssen vor Gericht

COLOMBIER NE - Erst Ende letzter Woche ist die Freistellung des obersten Armeearztes Andreas Stettbacher (54) bekanntgeworden. Jetzt stehen schon die nächsten hohen Militärs im Zwielicht.

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Bisher waren meist Bettwanzen schuld, wenn die Infanterieschule in Colombier NE negativ in die Schlagzeilen geriet. Nun ist das Thema ernster.

Am Montag beginnt in Yverdon-les-Bains die Hauptverhandlung vor dem Militärgericht 2 gegen fünf Kaderangehörige der Armee. Ihnen wird Veruntreuung, Missbrauch von Material sowie Nichtbefolgung von Dienstvorschriften und in einem Fall auch gewerbsmässiger Betrug vorgeworfen.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um fünf Kaderangehörige des Lehrverbandes Infanterie. Sie sollen über Jahre Ausrüstungsgegenstände und Infrastruktur der Armee für nichtdienstliche Zwecke verwendet und daraus finanzielle Gewinne gezogen haben. Die Verhandlung dauert die ganze Woche.

Die Urteilsverkündung wird für anfangs 2017 erwartet, wie die Militärjustiz heute in einer Mitteilung schreibt.

Die etwa 550 Mitarbeiter des Lehrverbandes Infanterie bilden durchschnittlich pro Jahr 6000 Soldaten und 1000 Kader (Unteroffiziere und Offiziere) aus.

Weinkenner und Fan von Südafrika: Andreas Stettbacher (54) wurde per sofort freigestellt. play
Per sofort freigestellt: der höchste Armeearzt, Andreas Stettbacher. Philipp Zinniker

Erst Ende letzter Woche kam aus, dass der Divisionär und Oberfeldarzt Andreas Stettbacher (54) per sofort freigestellt wurde. Wegen «Verdacht auf strafbare Handlungen gegen das Vermögen sowie strafbare Handlungen gegen die Amts- und Berufspflichten», wie das VBS schrieb. (noo)

Publiziert am 14.12.2016 | Aktualisiert am 14.12.2016
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3 Kommentare
  • Hans  Leuchli aus Vellerat
    14.12.2016
    Da öffnet sich ja ein grosses feldgraues Büchslein der Pandora. Irgendjemand scheint hier aufräumen zu wollen.
    Hätte es nicht im abgebildeten Schlossgemäuer noch ein paar mittelalterliche "Wohlfühlverliesse" welche nun kostengünstig genutzt werden könnten.
    Jeder gesparte Franken bringt einen Quadratmillimeter Farbe an die neuen Kampfflugzeuge.
    • Xaver  Arnet 14.12.2016
      @Lieber Hans Leuchli: Was soll der sarkastische Kommentar? Bekanntlich ist die Armee ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, aus welcher ihre Angehörigen im wortwörtlichen Sinn REKRUTIERT werden. Also nicht mehr und nicht weniger kriminelle Energie als in der Privatwirtschaft, in der Öffentlichen Verwaltung oder einem sonstigen Sektor. Wichtig ist, dass solche rechtlichen Verstösse schonungslos untersucht und nach unseren rechtsstaatlichen Normen geahndet werden.
  • Hans  Leuchli aus Vellerat
    14.12.2016
    Da öffnet sich ja ein grosses feldgraues Büchslein der Pandora. Irgendjemand scheint hier aufräumen zu wollen.
    Hätte es nicht im abgebildeten Schlossgemäuer noch ein paar mittelalterliche "Wohlfühlverliesse" welche nun kostengünstig genutzt werden könnten.
    Jeder gesparte Franken bringt einen Quadratmillimeter Farbe an die neuen Kampfflugzeuge.