Verseuchtes Trinkwasser?

  • Aktualisiert am 03.01.2012

BASEL – Das Trinkwasser für über 100000 Basler ist mit Chemikalien belastet, sagt Greenpeace. Das Gift stamme laut der Umweltorganisation aus Chemiemüll-Deponien.

Die Vorwürfe von Greenpeace sind happig: Im Trinkwasser aus der Muttenzer Hard wurden Rückstände von chemischen Stoffen gefunden. Die Umweltorganisation entnahm nach eigenen Angaben zweimal Proben aus einem öffentlich zugänglichen Trinkwasserbrunnen und liess sie von einem Pariser Speziallabor analysieren. Dabei sei unter anderem Hexachlorbutadien nachgewiesen worden, das im Verdacht stehe, Missbildungen und Krebs zu erzeugen.

Dieser Giftstoff kommt laut Greenpeace auch im stark verschmutzten Grundwasser der Chemiemülldeponien Feldreben und Rothaus in Muttenz vor.

Daraus schliessen die Umweltschützer, dass die auslaufenden Deponien das Trinkwasser kontaminieren.

Greenpeace fordert deshalb sofortige Schutzmassnahmen für die Trinkwasserfassung und die Totalsanierung der Giftmüll-Deponien auf Kosten der Verursacher. Der Basler Chemie und der Gemeinde Muttenz wirft Greenpeace vor, die seit Jahren geforderten Untersuchungen bisher immer als unnötige Panikmache abgetan zu haben.

Das Trinkwasser aus der Muttenzer Hard versorgt im Grossraum Basel mehr als 100000 Menschen.

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