Verhandlungen im Cervelat-Bschiss laufen So will sich das SRF durchwursteln

ZÜRICH - Im Streit um den Cervelat-Bschiss beim SRF scheint sich eine Lösung anzubahnen. Der Sender will sich jetzt doch mit Quiz-Kandidat Andy Portmann zusammensetzen.

Cervelat-Bschiss beim SRF?

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Horror-Crash am Gotthard Mindestens 4 Tote, A2 teilweise gesperrt
2 Spurlos verschwunden Ivo Bechtiger (23) seit drei Tagen vermisst
3 Überschwemmungen im Kanton Schwyz «Meine ganze Garage war voller Wasser»

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
19 shares
13 Kommentare
Fehler
Melden

Grosse Aufregung um eine kleine Wurst: Andy Portmann (33) aus Wolfenschiessen NW hätte am Mittwoch in der SRF-Quiz-Show «Top Secret» 100'000 Franken gewinnen können, wenn er denn die letzte Hürde geschafft hätte. So ging er mit 100 Franken nach Hause – und mit einer Wut im Bauch.

Denn die letzte Frage lautete: Welche Wurst wurde während der Schweizer Grillsaison 2013 mehr verkauft – die Bratwurst oder die Cervelat?

Portmann setzte auf die Schweizer Nationalwurst: Die Cervelat. «Falsch», meinte Moderator Roman Kilchsperger. 6800 Tonnen Bratwürste landeten 2013 auf dem Grill und nur 6500 Tonnen Cervelats.

Es wurden mehr Cervelats verkauft

Der Haken: Eine Bratwurst ist schwerer als eine Cervelat. Im Schnitt wiegt die Bratwurst 140 Gramm, die Cervelat nur 100 Gramm. 6800 Tonnen Bratwürste sind dementsprechend 48,5 Millionen Stück, 6500 Tonnen Cervelats 65 Millionen Stück. Also lag Portmann richtig: Es wurden mehr Cervelats als Bratwürste verkauft.

Sein Ärger scheint daher verständlich. «Man hätte mir eigentlich sagen sollen, dass die Frage das Gewicht betrifft, nicht die Stückzahl», sagt er zu Blick.ch. «Ich habe in Stück gerechnet.»

Beim SRF sieht man das anders. «Wenn nichts angegeben wird, wird bei einer solchen Frage immer mit Gewicht gerechnet», so SRF-Sprecher Bernard Strapp (29) am Nachmittag zu Blick.ch.

Eine Antwort, die der Zürcher Metzger Oskar Zgraggen wie viele Leser nicht nachvollziehen kann. Der Konsument bestelle Würste klar immer per Stück und nicht in Gramm, sagt Zgraggen. «Ich finde, es ist eine Fangfrage und das ist nicht ganz fair.»

SRF-Sprecher: «Suchen gemeinsam eine Lösung»

Nun scheint der Sender aber noch einmal über die Bücher gehen zu wollen. «Die verantwortlichen Personen haben die Gegebenheiten nochmal geprüft und sind zum Schluss gekommen, dass die Frage zu unpräzise formuliert wurde», sagt SRF-Sprecher Strapp gestern Abend zu Blick.ch.  «Die Antwort ‹Bratwurst› ist nach wie vor korrekt und die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft (Proviande) bestätigt uns, dass es nicht möglich ist, verlässliche Stückzahlen zu berechnen.» 

Aber womöglich will man Portmann nun doch entgegenkommen. Strapp: «Allerdings hätte in der Fragestellung deutlich gemacht werden müssen, dass nach dem Gewicht gefragt wird. SRF ist mit dem Kandidaten in Kontakt und sucht gemeinsam mit ihm nach einer passenden Lösung.» (eg)

Publiziert am 13.06.2014 | Aktualisiert am 13.06.2014
teilen
teilen
19 shares
13 Kommentare
Fehler
Melden
Das sagt der Metzger zum Cervelat-Bschiss bei SRF
Andy Portmann (33) hört auf seinen Bauch. Doch leider hatte dieser nicht Recht – aber auch nicht Unrecht. play

Andy Portmann (33) hört auf seinen Bauch. Doch leider hatte dieser nicht Recht – aber auch nicht Unrecht.

Screenshot SRF

TOP-VIDEOS

13 Kommentare
  • Timo  Glauser 13.06.2014
    Salomonisches Urteil: Er kriegt die Hälfte, somit also 50000 CHF. Damit dürten alle gut leben können.
  • Hans  Wittwer 13.06.2014
    Da gibt es doch nichts zu verhandeln. Die Frage war so klar und präzise gestellt wie sie auch beantwortet wurde. Sollte Hr. Portmann
    nicht zu seinem ihm zustehenden Gewinn kommen, wird er und dies
    vor tausenden Zuschauern vom SRF betrogen!
  • Hanspeter  Müller 13.06.2014
    Ganz klar, Andy Portmann hat Anrecht auf die 100000 Franken. Wie im Artikel erwähnt, kauft der Konsument nach Stück. Das SRF will sich jetzt rausreden. Das Image dieses Sender fällt ins Bodenlose.
  • Sepp  Schweizer aus Rüti
    13.06.2014
    Das SRF mit seinen billigen Spielshows will eh kaum ein Preisgeld ausbezahlen.
    Die Spiele sind so konzipiert, dass die Chance auf einen hohen Gewinn gleich null sind. Finde dies beschämend und äusserst langweilig.
  • Herr Dr. Ralph  Richter aus zürich
    13.06.2014
    Es muss hier nicht nach einer Lösung gesucht werden. Der Kandidat hat die Frage richtig beantwortet und die einzige akzeptable Lösung ist, dass er dafür seinen Preis bekommt!