Magdici und Kiko wollen heiraten! Das sagt Verteidiger Landmann zu den Vergewaltigungs-Vorwürfen

Heute muss sich Hassan Kiko vor dem Zürcher Obergericht verantworten. Allerdings nicht wegen der Flucht nach Italien mit seiner Aufseherin Angela Magdici – sondern wegen Vergewaltigung einer jungen Frau.

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Gefängnisausbrecher Hassan Kiko (28) steht heute wegen der Vergewaltigung einer 15-Jährigen vor dem Zürcher Obergericht – und bringt während des Missbrauchs-Prozesses seine Liebe zur Ex-Gefängnisaufseherin Angela Magdici (33) zum Ausdruck.

Bereits vor einem Jahr wurde Kiko schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Deshalb sass der zweifach Vorbestrafte im Bezirksgefängnis Dietikon ZH – aus dem er Anfang Februar mit Magdici flüchtete. Damals wie auch heute bleibt Kiko seiner Version treu: Der Sex sei einvernehmlich gewesen. So sitzt er heute erneut vor Gericht.

 

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Hassan Kiko wurde bereits vor einem Jahr schuldig gesprochen.

Laut Anklage hat Kiko sein minderjähriges Opfer im November 2014 aus einer Shisha-Bar in Schlieren ZH in das Auto eines Kollegen gelockt – und sie dort vergewaltigt. Wegen sexueller Handlungen mit einem Kind, Vergewaltigung und sexueller Nötigung soll er viereinhalb Jahre hinter Gitter. Der Syrer ist einschlägig vorbestraft. Er wurde bereits zwei Mal wegen eines Sexualdelikts verurteilt, einmal im Thurgau zu dreieinhalb Jahren.

Sie habe nach fünf Minuten Sex gewollt

Die junge Frau habe sich als 19-Jährige ausgegeben, sagt der Beschuldigte hingegen vor Gericht. Fünf Minuten nach dem Kennenlernen habe die 15-Jährige bereits Sex gewollt. Also habe er die Autoschlüssel beim Kollegen geholt und sei mit der Frau zum Wagen gegangen, wo es mehrmals zu Sex kam. Er sei erschöpft gewesen von der Arbeit, sie habe mehr Lust gehabt als er.

Ein Freund, der vor Ort war, bestätigte weder Kikos Version noch die des Opfers. Die Befragung der jungen Frau wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt.

«Wir wollen heiraten»

Kikos Gefängnis-Liebe Angela Magdici (32), mit der er im Februar geflüchtet war, erschien in biederem Aufzug vor Gericht – als einzige Zuschauerin. «Wir wollen heiraten», sagte Hassan Kiko, vom Richter nach seinen Zukunftsplänen gefragt. Er wolle mit Magdici zusammen sein, auch wenn er verurteilt werde. Bereits beim begleiteten Gang ins Gerichtsgebäude warf er seinem Knast-Herzblatt eine Kusshand zu. Der Wunsch auf eine direkte Begrüssung wurde dem Paar jedoch abgeschlagen.

Hier kommt Angela Magdici ans Gericht, zum ihrem Herzblatt beim Vergewaltigungs-Prozess beizustehen. play
Hier kommt Angela Magdici ans Gericht, zum ihrem Herzblatt beim Vergewaltigungs-Prozess beizustehen.

 

Das Urteil im laufenden Prozess stand bis Redaktionsschluss noch aus. Sein Mandant sei früher «sexuell etwas wahllos» vorgegangen, sagte Kikos Anwalt Valentin Landmann während des Plädoyers. Jetzt habe er aber unter etwas ungewöhnlichen Umständen die Liebe seines Lebens gefunden.

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«Meiner Meinung nach, war das, was die junge Frau geschildert hat, gar keine richtige Vergewaltigung», sagt Landmann. Sie habe nie gesagt, dass sie Nein gesagt habe oder eigentliche Abwehrhandlungen geschildert. «Es geht nun darum: Was musste Herr Kiko wahrnehmen.»

Keine Strafe für Flucht?

Das Verfahren wegen Kikos Flucht aus dem Gefängnis mit seiner Wärterin Angela Magdici im Februar stellte das Bezirksgericht Dietikon hingegen Anfang November ein. Ein Rekurs der Staatsanwaltschaft gegen die Einstellung ist vor dem Obergericht hängig. Magdici wird sich im Januar wegen Entweichenlassen von Gefangenen, Begünstigung und einer groben Verkehrsregelverletzung vor Gericht verantworten müssen.

Publiziert am 21.12.2016 | Aktualisiert am 22.12.2016
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20 Kommentare
  • Patrik  Finck 22.12.2016
    Viele lernen ihren Partner bei der Arbeit kennen.....

    so anscheinend auch Frau Magdici.
  • sixtus  hochstrasser aus villmergen
    21.12.2016
    natpürlich muss ein Anwalt seinen Klienten verteidigen. Bei Herrn Landmann frage ich mich aber oft, ob dieser Herr die Wörter Ethik und Moral kennt.
  • Thomas  Hager aus Luzern
    21.12.2016
    Wann wird das verfilmt? Als Hauptdarsteller würden sich Vujo Cavric und Anja Zeidler eignen, Valentin Landmann könnte sich als Selbstdarsteller gleich selbst spielen.
  • Robert  Metzger aus Kaiseraugst
    21.12.2016
    Immer mehr Terror Meldungen über diese Personen vom anderen Kontinent, und trotzdem lässt man immer mehr solche Leute frisch und fröhlich in unser Land rein, von diesen zwei muster Beispielen ganz zu schweigen.
  • olivia  meierhans 21.12.2016
    Und so einer bekommt dann in ein paar Jahren den CH-Pass, da mit "Schweizerin" verheiratet. Und wenn wieder was passiert, dann steht ganz gross in der Presse: Der Täter war Schweizer. Da freuen wir uns doch über all diese Bereicherungsgeschenke, ist ja bald Weihnachten.