Vereiste Strassen, Sommerpneus, Totalschäden Wenige Zentimeter Schnee – hundert Unfälle

Seit gestern Abend hat es auf den Schweizer Strassen gegen 100 mal geknallt. Allein der Kanton Bern zählt 60 Unfälle! Die meisten Zwischenfälle gingen glimpflich aus, es wurden aber auch mehrere Personen verletzt.

Auch in Degersheim SG hats geknallt. Bei ingesamt 14 Unfällen im Kanton gab es aber keine Verletzten. play

Auch in Degersheim SG hats geknallt. Bei ingesamt 14 Unfällen im Kanton gab es aber keine Verletzten.

Kapo SG

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Endlich tanzen auch im Flachland die Flocken! Doch im Strassenverkehr sorgen das Schneetreiben und die klirrende Kälte für ein riesiges Chaos. Allein seit gestern Abend führte die Kombination aus verschneiten Strassen und unvorsichtigem Fahren zu fast 100 Unfällen.

Am heftigsten hat es den Kanton Bern getroffen – die Polizei meldet 60 Unfälle! In den meisten Fällen blieb es bei Sachschaden. Bei vier Unfällen wurden aber insgesamt fünf Personen verletzt und mussten ins Spital oder zum Arzt gebracht werden. Entwarnung gibt es noch keine. «Aufgrund der Wettervorhersage muss im Verlauf des Tages und der Nacht auf Sonntag mit weiteren Schneefällen sowie schneebedeckten oder glatten Strassen gerechnet werden», schreibt die Kapo in einer Mitteilung.

Ein 19-jähriger Lenker setzte seinen Wagen in den Zielbach. play

Ein 19-jähriger Lenker setzte seinen Wagen in den Zielbach.

Kapo SG

Auch der Kanton St. Gallen zählt bis heute Mittag 14 Kollisionen. Die Unfälle, an denen 21 Personen- und Lieferwagen beteiligt waren, seien auf «nicht angepasste Fahrweise» und die winterlichen Strassen zurückzuführen. Verletzt wurde niemand. Die Sachschäden dürften sich auf rund 90'000 Franken belaufen.

Ein 19-Jähriger hat gestern Abend gegen 21.30 Uhr das Glück herausgefordert und fuhr mit Sommerreifen von Sax in Richtung Gams. Kurz vor dem Zielbach kam sein Auto auf der winterlichen Strasse von der Fahrbahn ab und landete im Bach.

Auf dem Solothurner Strassennetz kam es heute Nacht zu rund zehn Verkehrsunfällen wegen Schneefalls und vereister Strassen. Dabei handelt es sich laut Kapo grösstenteils um Selbstunfälle – verletzt wurde niemand.

Auf der Aarauerstrasse in Obergösgen ereigneten sich nach 22.20 Uhr gleich zwei Verkehrsunfälle. Und auf der A5 in Richtung Neuenburg geriet auf der Höhe von Grenchen ein Fahrzeug ins Schleudern. Es kollidierte zuerst mit der Mittelleiteinrichtung, schlitterter danach über beide Fahrspuren und prallte schliesslich in die seitliche Leitplanke. Das Auto musste abgeschleppt werden.

Verkehrsunfall auf der A5 bei Grenchen. play

Verkehrsunfall auf der A5 bei Grenchen.

Kapo SO

Im Kanton Aargau ereignete sich der erste von sechs Unfällen am frühen Freitagabend um 18.30 Uhr noch vor dem Einsetzen des starken Schneefalls: Eine 21-jährige Deutsche übersah in Sulz AG bei einem Abbiegemanöver ein entgegenkommendes Auto. Beim Zusammenprall wurden drei Personen leicht verletzt.

Zwei weitere Unfälle wurden von Neulenkern (18 und 19) in Ziehen und Strengelbach verursacht. Beide Jugendlichen wurden dabei leicht verletzt.

In Ziehen brachte ein 18-Jähriger sein Auto kurz vor Mitternacht zum Kippen. play

In Ziehen brachte ein 18-Jähriger sein Auto kurz vor Mitternacht zum Kippen.

Kapo AG

 

Mehr Glück hatten die Beteiligten der vier Unfälle, welche die Glarner Kantonspolizei verzeichnen muss: Sie blieben alle unverletzt. Die Autos in Engi, Glarus, Oberurnen und Bilten kamen jeweils ins Rutschen oder Schleudern und kollidierten in der Folge mit Zaunpfosten, Kandelaber und Strassenzäunen.

Vor der Abzweigung zum Golfplatz geriet das Fahrzeug ins Schleudern. play

Vor der Abzweigung zum Golfplatz geriet das Fahrzeug ins Schleudern.

Kapo GR

 

Auch im Bergkanton Graubünden hat die Polizei mit schneebedeckten Strassen zu kämpfen. Die Bündner Kapo meldet allerdings nur einen Unfall zwischen Lenzerheide und Lantsch/Lenz.

Um die Mittagszeit für ein 36-Jähriger in Begleitung einer 32-Jährigen auf der Haupstrasse H3. Kurz vor der Abzweigung zum Golfplatz geriet das Auto in einer Rechtskurve ins Schleudern und kam von der Strasse ab. Der Wagen prallte in der abfallenden Böschung heftig in einen Baumstrunk. Der Lenker verletzte sich leicht, seine Beifahrerin musste mit unbestimmten Verletzungen durch die Rega ins Spital geflogen werden. (lex)

Publiziert am 16.01.2016 | Aktualisiert am 16.01.2016
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16 Kommentare
  • rod  mac aus buchs
    17.01.2016
    Voraus schauen und Denken ist halt nicht die Stärke der heutigen Zeit ! Das sieht man im Strassenverkehr und in anderen Bereichen auch. Die vielen elektronischen Helfer in den neuen Autos ersetzten eben das vernünftige Handeln und Denken nicht.
  • Othmar  Kamm aus Schafisheim
    16.01.2016
    Alle Jahre wieder und nie lernen viele Autofahrer etwas dazu, wie diese Bilder zeigen. Warum sind diese Leute nicht lernfähig?
    Die Spengler freut es und mich auch, solange es keine Personenschäden gibt. Alleine schon den Ärger gönne ich all denen mit Sommerreifen, die hoffentlich von der Versicherung nicht bezahlt bekommen.
  • Ernst  Streuli 16.01.2016
    Der Klimaerwärmung ist toll für die vielen überforderten Autofahrer!
    1 cm Schnee und nichts geht mehr ??
    Gäbe es noch Winter wie früher ginge wochenlang überhaupt nichts mehr auf den Strassen.
  • Daniel  Vuilliomenet aus Ettingen
    16.01.2016
    Wer jetzt seine Fahrweise nicht anpasst oder gar mit Sommerreifen ! unterwegs ist, ist m. E. nicht ganz dicht. Doch muss ich immer wieder feststellen, dass der "Halunkenfaktor" auf den Strassen im Zunehmen begriffen ist. Dass auch immer wieder U20-Fahrer in schwere Unfälle verwickelt sind, die auf Fahrlässigkeit beruhen, ist ein offenbar nicht auszurottendes Phänomen. Die männliche Form im letzten Satz ist bewusst gewählt!
  • Burkhard  Vetsch 16.01.2016
    Ich bin viel mit dem Lkw ab 2 Uhr unterwegs.
    Da sieht man Sachen, die glaubt man nicht! Strasse noch nicht geräumt, ich mit 60-70 und werde von Pw im Affenzahn überholt. Nicht nur einmal. Heute Küblis, beim Kettenmontieren, fragt mich einer, ob er da wohl nach Italien kommt. Meine Erklärung das er es bis zum Vereina schaffen muss, und gute Winterpneu brauche. Antwort, nur Ganzjahresreifen, die Ketten bei einem tiefergelegten Auto schwierig.
    Hab ihn dann vor Saas überholt!!
    • Mike  Hugi aus Davos
      16.01.2016
      Tja, im Prättigau gets halt manchmal zügig voran... Wobei es früher, mit richtiger Strassenführung noch mehr Spass gemacht hat... Ungeräumte Strasse, da macht es erst richtig Freude, das macht alles um einiges berechenbarer, griffiger Schnee, ein Traum zum Fahren, mit guter Ausrüstung...viel besser als eine teilweise schwarzgeräumte Strasse die alles sein kann...