Urs Breitmeier Ruag-Chef verteidigt Spitzen-Gehalt

Urs Breitmeier verdient eine Top-Gage von 1,01 Millionen Franken pro Jahr und findet dies gerechtfertigt. Ausserdem warnt der Chef des bundeseigenen Technologiekonzerns vor Lohndeckeln für Chefs.

Macht Kasse beim Rüstungskonzern: Ruag-Chef Urs Breitmeier. play

Macht Kasse beim Rüstungskonzern: Ruag-Chef Urs Breitmeier.

Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Postkarten für behinderte Denise Facebook-Aufruf berührt die Schweiz
2 Mit Pfefferspray und Schlägen Erbitterter Scheidungskrieg um Hund
3 «Gut für Menschen ohne Kinder, Humor und Moral» Darum meiden...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Der Chef des bundeseigenen Technologiekonzerns Ruag verteidigt in einem Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» sein Jahressalär von 1,01 Millionen Franken. «Ich habe einen hohen Lohn, darüber müssen wir nicht streiten», sagt Urs Breitmeier. Ausserdem müsse er für gute Mitarbeiter hohe Entgelte zahlen. Und der Konzern brauche mehr Freiheit vom Bund. Der Bundesrat hat am Freitag entschieden, bis Ende Jahr zu diskutieren, ob er bei den Cheflöhnen der bundeseigenen Unternehmen stärker eingreifen will.

Breitmeier warnt auch vor den Folgen von Lohndeckeln für die obersten Chefs: «Wenn man meinen Lohn auf die Hälfte kürzt, müssten die Löhne aller Angestellten darunter ebenfalls sinken. Es rächt sich, wenn man dieses heikle Gefüge auseinanderbricht.» Die Ruag sei auf Manager aus internationalen Konzernen angewiesen und müsse darum Marktlöhne zahlen. Breitmeier fordert mehr unternehmerische Freiheit für das Unternehmen mit weltweit über 8000 Mitarbeitern. «Es ist aber so, dass das Korsett immer enger wird», sagt Breitmeier. Damit spricht er etwa Exportbeschränkungen für Kriegsmaterial an. «Für uns wird es schwierig, den Kernauftrag zu erfüllen, wenn wir nicht exportieren können.»

Nachdem im Frühling ein Hackerangriff auf das Rüstungsunternehmen des Bundes bekannt geworden ist, verschärft die Ruag nun ihre Sicherheitsvorkehrungen: Sie investiert dafür einen zweistelligen Millionenbetrag. Ein solcher Fall sei «auch eine Chance», sagt Breitmeier. Der Hackerangriff habe die Ruag als Anbieterin von Sicherheitstechnologie bekannt gemacht und ihr auch Kundenanfragen gebracht.

Publiziert am 03.10.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden