Stau in den Gebärsälen Unispital Zürich muss Schwangere abweisen!

ZÜRICH - Es wird geboren, was das Zeug hält: In den letzten Tagen kommen so viele Kinder zur Welt, dass das Unispital Zürich keinen Platz mehr hat.

  • Publiziert: 24.07.2012
  • Von Karin Müller
play Hochsaison: Schwangere am Unispital Zürich werden derzeit abgewiesen. (sda)

Der Sommer bedeutet für Hebammen und Gynäkologen in der Regel Hochbetrieb. Dies spüren vor allem Hochschwangere, die im Universitätsspital (USZ) ihr Kind zur Welt bringen wollen.

Seit einigen Tagen heisst es «Sorry, wir sind voll». Die Klinik für Geburtshilfe muss Schwangere abweisen, weil die Abteilung mit den acht Gebärsälen proppevoll ist.

Andere Kliniken werden um Platz angefragt

USZ-Sprecherin Bettina Wildi bestätigt den Sachverhalt: «Es ist richtig, dass das Universitätsspital Zürich vorübergehend Kapazitätsprobleme hat und Gebärende an andere Spitäler verweisen muss.» Seit Freitag werden andere Kliniken in der Umgebung angefragt, ob sie Frauen zur Geburt aufnehmen können.

Dieser Kapazitätsengpass hängt laut Information der USZ-Sprecherin mit der stark erhöhten Geburtenzahl im Kanton Zürich zusammen.

Prekär bleibt es für weitere zwei Wochen

«Selbstverständlich arbeiten wir an Lösungen: So können wir am 23. August 2012 beispielsweise eine neue Neonatologie-Abteilung mit mehr Plätzen eröffnen. Nichtsdestotrotz werden bei uns Geburtsplätze auch weiterhin knapp bleiben», erklärt Sprecherin Wildi weiter.

Das USZ rät schwangeren Frauen aktuell, sich mit ihrem Frauenarzt, zu besprechen und eine alternative Klinik zu suchen.

Die prekäre Situation wird laut Informationen des Unispitals noch rund zwei Wochen andauern.

Beliebteste Kommentare

  • Gisela  Niedermann , Zürich
    Je mehr Zuzüger, je mehr Schwangere, viel mehr Schwangere!!!
  • Gaudenz  Florin , Davis
    Aber sicher schon hat es damit zu tun, ob wir in der Schweiz sieben Mio oder acht Mio Bürger haben! Und ein Teil dieser Zugezogenen sind Frauen im gebärfähigen Alter und haben Kinder! Bei einer Mio mehr Bürger sind es wohl 1/3 Frauen und wenn nur jede 10. Frau ein Baby bekommt sind das 33000 Geburten - und das bei unserem beschränkenden Gesundheitswesen mit Spitalschliessungen und Leistungsaufträgen! Man gebärt schon lange nicht mehr einfach in jedem Spital in der Schweiz! So wie die Fruchtblase platzt irgendwann auch das System!
    • 24.07.2012
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Alle Kommentare (6)

  • Gaudenz  Florin , Davis
    Aber sicher schon hat es damit zu tun, ob wir in der Schweiz sieben Mio oder acht Mio Bürger haben! Und ein Teil dieser Zugezogenen sind Frauen im gebärfähigen Alter und haben Kinder! Bei einer Mio mehr Bürger sind es wohl 1/3 Frauen und wenn nur jede 10. Frau ein Baby bekommt sind das 33000 Geburten - und das bei unserem beschränkenden Gesundheitswesen mit Spitalschliessungen und Leistungsaufträgen! Man gebärt schon lange nicht mehr einfach in jedem Spital in der Schweiz! So wie die Fruchtblase platzt irgendwann auch das System!
    • 24.07.2012
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  • Gisela  Niedermann , Zürich
    Je mehr Zuzüger, je mehr Schwangere, viel mehr Schwangere!!!
    • Hans Peter  Mäder , Widen , via Facebook
      Einfach nur dumm so eine Aussage. Es gibt jetzt einfach mehr Kinder.
      • 24.07.2012
      • als Kommentar auf Gisela  Niedermann , Zürich
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    • Peter  Miller , Zuchwil
      Es gibt nicht mehr Kinder als früher,nur wollen die Mütter und Väter immer einen besseren Service!Wir waren froh in ein Spital zu kommen zum Gebären und möglichst schnell wieder nach Hause aber dafür braucht es Mamis die selbständig sind und nicht für alles gleich Hilfe brauchen weil sie nichts machen mussten vorher!
      • 24.07.2012
      • als Kommentar auf Gisela  Niedermann , Zürich
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  • Peter  Miller , Zuchwil
    Das spielt jetzt wohl eine Rolle in welchem Spital das Kind auf die Welt kommt.Das kann ziemlich genau geplant werden und da liegts am behandelten Frauenarzt rechtzeitig für einen Platz zu sorgen!!Das ganze Geld während der Schwangerschafft kassiert er ja auch!!!
    • A.  A. , S.
      Erstens will nicht jede Frau einen Kaiserschnitt und dann kann das nicht geplant werden. Zweitens haben nicht alle Kliniken eine Neo. und nicht jede Mutter möchte gerne in einer anderen Klinik als ihr Kind liegen. Ich weiß wovon ich spreche! So spielt es also sehr wohl eine Rolle in welchem Spital man gebärt!
      • 24.07.2012
      • als Kommentar auf Peter  Miller , Zuchwil
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