Ungarin Marta C. legte Reto Cantieni herein: Gift-Gangsterin endlich geschnappt!

Ein Thurgauer nimmt eine Frau mit nach Hause – und kommt erst einen Tag später wieder zu sich. Ausgeraubt.

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Es war ein grosser Tag für den pensionierten Wirt Reto Cantieni (66) aus Horn TG. Endlich konnte er der Frau in die Augen schauen, die ihm im Januar ein Betäubungsmittel verabreicht und ihn in seiner eigenen Wohnung ausgeraubt hatte. Er weiss nun: Es war Marta C.* (33).

Die Ungarin hat ihren Wohnsitz in Romanshorn. Festgenommen aber wurde sie bei einer Personenkontrolle in Deutschland. Die Thurgauer Polizei hatte sie international zur Fahndung ausgeschrieben. Am letzten Donnerstag wurde sie an die Schweiz ausgeliefert.

Die Staatsanwaltschaft Bischofszell bestätigt gegenüber BLICK lediglich die Verhaftung.

Passiert war die Tat an einem Samstag im Januar: Reto Cantieni lernt Marta in einer Beiz kennen. Er nimmt sie mit zu sich nach Hause und kocht dort für sie Bohnen, Speck und Kartoffeln.

Nach einem Schluck Bier k.o.

Er öffnet eine Flasche Bier – und ist nach einem Schluck k.o. Benommen fällt er auf einen massiven Steintisch und durchschlägt ihn!

Cantieni kommt erst am Sonntag wieder zu sich. Alle Wertsachen sind aus der Wohnung verschwunden, und er kommt direkt ins Spital. Dort stellt man eine Prellung am Nierenbecken fest. Wochenlang hat der Rentner starke Schmerzen und Blut im Urin.

Letzten Mittwoch kam es endlich zur ersehnten Gegenüberstellung. Cantieni sieht seine Peinigerin erstmals wieder.

Er sagt: «Sie ist eine Verwandlungskünstlerin. Damals waren die Haare hellbraun, jetzt sind sie schwarz und streng nach hinten gebunden. Das Piercing in der Oberlippe ist auch neu. Trotzdem habe ich sie sofort erkannt.»

Aber das Treffen macht ihn auch wütend: «Ich wurde die ganze Zeit befragt. 19 Seiten haben die Beamten getippt. Das Flittchen hingegen sagte fast nichts. Und das, was sie sagte, verstand ich nicht. Sie unterschrieb am Schluss einfach das Protokoll, das war es.»

Reto Cantieni wundert sich: «Sie kann eigentlich gut Deutsch, aber sie erhielt eine Dolmetscherin. Sogar ein Anwalt stand ihr bei.»

Irritiert über das Verfahren

Damit die Anklage ordentlich Biss hat, wollte der Ex-Wirt eigentlich ebenfalls einen Anwalt beiziehen. «Ich wurde aber erst am Vortag der Gegenüberstellung eingeladen, es blieb keine Zeit, das zu organisieren.»

Und: Opfer Cantieni wurde dreimal darüber belehrt, dass eine Falschanzeige mit bis zu 20 Jahren Gefängnis bestraft wird. «Ich kam mir komisch behandelt vor», sagt der Thurgauer, «ich mache doch keine falsche Anzeige!»

Mit Marta aber kommt es nicht zum Gespräch. «Sie ist immer ausgewichen, wenn ich ihr in die Augen schauen wollte», so Cantieni.

Er sagt, die Schadensliste sei auch seiner Peinigerin vorgelegt worden. Schäden durch Verlust und Zerstörung: mehr als 37 000 Franken. Immerhin: Die Versicherung hat das meiste bezahlt. Nur sein Ego ist weiterhin lädiert.

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 03.09.2014 | Aktualisiert am 03.09.2014
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19 Kommentare
  • Daniel  Keller aus Seebruck
    03.09.2014
    Die hat es geschafft auch den Richter und Staatsanwalt um den Finger zu wickeln....
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    03.09.2014
    ..und sie wird wohl weiterhin in der Schweiz Wohnsitz nehmen oder ? Ausschaffungsinitiative ohne Biss genau so wie die involvierte Justitz!
  • Kurt  Stauffer aus George
    03.09.2014
    Wie hier Geld aus dem Fenster geschmissen wird!Sie konnte sich mit ihrem Opfer sehr gut auf Deutsch unterhalten,wohnt in der Schweiz,aber sie erhält eine Dolmetscherin!!Cantieni war sicher nicht deren einziges Opfer.Aber vielleicht haben die anderen einen Grund zum schweigen!!
  • Regula  Hiltebrand aus Au
    03.09.2014
    Kriminelle Ausländer werden in der Schweiz geschützt, dafür die eigenen Landsleute wenn sie älter oder arbeitslos sind total vernachlässigt, schickaniert und im Stich gelassen, dies im eigenen Land. Schande!
  • Marc  Grouven 03.09.2014
    Die Täterin ist gefasst,.... "schön so",.... und jetzt gibts Vewöhnprogramm vom allerfeinsten, wie es ja in unserer Schweiz so Tradition ist!!!!! Natürlich auf Kosten der "Dummen" die alle Tage zur Arbeit gehen....!!!!!!