
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Ab heute müssen Touristen, die in die USA einreisen wollen, eine Gebühr von 14 Franken zahlen. Jedenfalls diejenigen Reisenden, die kein Visum benötigen – also auch wir Schweizer.
Das elektronische Formular des US-Ministerium für Heimatschutz (Esta) bleibt zwar erhalten. Darin werden neben Namen, Adresse und anderen Personalien auch kuriose Fragen gestellt. So zum Beispiel ob man «jemals oder gegenwärtig an Spionage- oder Sabotageakten, an terroristischen Aktivitäten oder an Völkermord beteiligt sei.»
Neu ist, dass eine Gebühr von vier Franken für die Bearbeitung des Reiseantrags und zehn Franken für die Genehmigung erhoben werden. Als Zahlungsmittel werden nur Kreditkarten akzeptiert. Die Einreiseerlaubnis ist anschliessend für zwei Jahre und alle Reisen in dieser Zeit gültig.
45 Dollar Gebühren
Doch Vorsicht: Kaum ist die Gebühr Tatsache, gibt es bereits die ersten Abzocker im Internet. Wer im Netz nach «ESTA USA Genehmigung» sucht, stösst schnell auf zwielichtige Seiten. Diese verlangen für die Einreisegenehmigung 45 Dollar. Wer nicht bezahlt, dem wird sogar mit Gericht gedroht.
Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich das Antragsformular für die Reisegenehmigung direkt von der offizielle Seite der Heimatschutzbehörde.
Protest gegen Gebühr
Die EU und die Schweiz wehrten sich lange und heftig gegen diese Einreise-Gebühr. Die USA wolle auf Kosten der Touristen das Loch in der Staatskasse stopfen. Zumdem komme eine solches «Eintritts-Geld» einer Wiedereinführung der Visums-Pflicht gleich. Die US-Behörden entgegneten dem stets mit dem Argument, man wolle so den heimischen Tourismus fördern.