Umwelt Schutzgebiete werden einheitlich beschildert

Klare und einheitliche Informationstafeln sollen dafür sorgen, dass Wanderer und Spaziergänger Schutzgebiete besser als solche erkennen. Das neue Markierungssystem ist ein Gemeinschaftswerk von BAFU, Kantonen und Pro Natura.

Einheitliche Informationstafeln kennzeichnen neu die nationalen Schutzgebiete. Das neue Markierungssystem setzt auf Piktogramme, wie auf der Montage zu sehen ist. play
Einheitliche Informationstafeln kennzeichnen neu die nationalen Schutzgebiete. Das neue Markierungssystem setzt auf Piktogramme, wie auf der Montage zu sehen ist. Bundesamt für Umwelt

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«Es ist wichtig, der Bevölkerung die Bedeutung der Schutzgebiete näherzubringen und die Menschen für einen achtsamen Umgang damit zu sensibilisieren», sagte der Direktor des Bundesamts für Umwelt (BAFU), Marc Chardonnens, am Freitag bei der Präsentation der neuen einheitlichen Markierung im Schutzgebiet Creux de Terre in Chavornay VD.

Die Tafeln sind mit Piktogrammen gestaltet. Somit wird die Information auf das Wesentliche beschränkt, wie das BAFU in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Dies dürfte bei den Besuchern das Verständnis für die Empfindlichkeit der Natur fördern, sagte die Waadtländer Staatsrätin Jacqueline de Quattro gemäss der Mitteilung.

Der Wunsch nach einem landesweit einheitlichen Markierungssystem war von Bund, Kantonen und Umweltorganisationen geäussert worden. Die Arbeiten dazu begannen 2013.

Ein Handbuch beschreibt das neue System und macht Vorgaben für die Gestaltung der Informationstafeln. Die Umsetzung liegt in der Kompetenz der Kantone, der Gemeinden oder auch von Privaten wie Pro Natura.

Das erste einheitliche Markierungssystem für Naturschutzgebiete stammt aus den 1980er-Jahren und ist veraltet. Das neue System kommt insbesondere einem «veränderten Informationsbedarf» der Besucherinnen und Besucher entgegen, wie es heisst.

Schutzgebiete haben eine wichtige Funktion für den Erhalt der Biodiversität. Sie sorgen dafür, dass Arten in ihren angestammten Lebensräumen bleiben oder sich Bestände bedrängter Arten erholen. Zudem tragen die Gebiete dazu bei, das Landschaftsbild zu erhalten.

Zu den nationalen Schutzgebieten gehören die inventarisierten Auen, Hochmoore, Flachmoore, Amphibienlaichgebiete, Trockenwiesen und -weiden, sowie die Wasser- und Zugvogelreservate, die Eidgenössischen Jagdbanngebiete und der Schweizerische Nationalpark. Zusammen erstrecken sich die nationalen Schutzgebiete auf 6,2 Prozent der Fläche der Schweiz. (SDA)

Publiziert am 30.09.2016 | Aktualisiert am 30.09.2016
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