Ulrike Albinsson analysiert Hände «Ich sehe, was jemand braucht und geben kann»

ZÜRICH - Für Ulrike Albinsson aus Zürich sind Hände mehr als nur raffinierte Werkzeuge. Die 45-Jährige liest in ihnen, wie in einem Tagebuch. In die Zukunft schauen und einen Lottogewinn oder die grosse Liebe vorhersagen, kann die Handanalytikerin aber nicht.

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Ulrike Albinsson (45) nimmt Hände genau unter die Lupe. Für die Handanalytikerin stehen Farbe, Form und Linien für menschliche Charaktereigenschaften. «Ich kann erkennen, ob jemand beispielsweise introvertiert oder extrovertiert ist, wie seine Eigenschaften im Umgang mit Arbeit sind, was er in Beziehungen braucht und geben kann und wo seine Herausforderungen im Umgang mit anderen und in der Erreichung seiner Ziele liegen», sagt Albinsson zu BLICK.

Sie sehe auch, welche Ressourcen ein Mensch hat, um etwaige Durststrecken zu überwinden und was für ihn eine «artgerechte Haltung» bedeutet – welche individuelle, ureigene Lebensführung ihn zufrieden  macht.

«Eine Standortbestimmung», fasst Albinsson ihr Angebot (190 Franken pro Stunde) zusammen: «Ich kann in Situationen der Neuorientierung Unterstützung anbieten, Mut machen.»

Verblüffend zutreffende Promi-Analysen

Für ihre Analysen betrachtet Albinsson beide Hände. Besonders die Finger interessieren sie: «Die Proportionen, also wie lange die einzelnen Glieder sind, die Länger der Finger und ihr Verhältnis zueinander und die Fingerabdrücke.» Aber auch die Beschaffenheit der Hand, ihre Form sowie die Handlinien zieht die Handanalytikerin in ihre Überlegungen mit ein.

Ihre Analysen von Prominenten-Händen im Auftrag von Blick am Abend waren so treffend, dass sich immer wieder erstaunte Leserinnen und Leser meldeten, die nicht glauben konnten, dass Albinsson nur mit den Fotos der Hände arbeitete und die Personen dahinter nicht kannte. 

Je mehr Hände man läse, umso mehr Erfahrungen sammle man und höre Geschichten aus dem Leben der Leute, die mit den Händen, Linien, Fingerabdrücken verbunden werden könnten, sagt Albinsson über ihren Werdegang: «Nachdem ich etwa 1000 Hände gelesen hatte, fingen meine Analysen an, treffend zu sein.»

«Eine Art Landkarte des Hirns»

«Der Mensch ist ein hoch entwickeltes Wesen, das mit seinen Händen komplizierte Abläufe ausführen kann, die im Hirn gesteuert werden», sagt Albinsson. Da sei es für sie naheliegend, dass die Hände eine Art «Landkarte» des Hirnes sind: «Handanalyse ist eine Spurensuche nach Charaktereigenschaften.»

Sicher gebe es auch Scharlatane unter den Handlesern, ist Albinsson überzeugt: «Wenn jemand sagt, dass in zwei Jahren der Traumpartner erscheint, ein Sechser im Lotto gewonnen wird und ich in ein grosses Haus am See ziehe, riecht es sehr nach Bschiss.» Denn die Linien in die Händen veränderten sich dauernd: «Deshalb sind Zukunftsprognosen Science Fiction.» (ant)

Publiziert am 30.01.2016 | Aktualisiert am 30.01.2016
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