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WK verschieben?: Ueli Maurer wills erschweren

BERN – Geht es nach Bundesrat Ueli Maurer, verschieben zu viele Soldaten jedes Jahr den WK. Darum solle man künftig nur noch zwei Mal innerhalb einer Karriere verschieben können.

Aktualisiert um 20:58 | 11.11.2009
Ueli Maurer fordert, die Verschiebungen der WKs einzudämmen. Dies, weil sich immer mehr nicht absolvierte Diensttage anhäufen und so Kosten verursachen. Maurer schlägt vor, den WK nur noch zwei Mal innerhalb einer Karriere verschieben zu können.

Denkbar wäre für den Verteidigungsminister auch ein Bonus von einigen Diensttagen für Armeeangehörige, die alle Dienstleistungen aneinander absolvieren, wie er am Mittwoch in der Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS sagte.

Zurzeit seien es die Kantone, die über Verschiebungsgesuche entscheiden. «Das grenzt manchmal fast an Willkür, wie verschoben wird», kritisierte Maurer. Den Kantonen die Kompetenz in dieser Sache entziehen will der Verteidigungsminister allerdings nicht.

Kosten sparen

Mit einer restriktiveren Verschiebungspraxis will Maurer eine ausgeglichene Belegung der Infrastruktur erreichen – und Kosten sparen. Denn die angesammelten Diensttage müssen in den kommenden Jahren abgebaut werden.

In seinem Voranschlag zum Budget 2010 schreibt der Bundesrat denn auch, dass die «unerwartet höhere Anzahl Diensttage (rund 6,4 Millionen pro Jahr)» die «wesentlichen Treiber der Aufwendungen im Zusammenhang mit dem logistischen Betrieb der Infrastruktur sowie der Bereitstellung von Systemen und Material» seien.

Wieviel mit dem erschwerten Verschieben von WKs eingespart werden könnte, kann Maurer nicht genau sagen. Das Sparpotenzial werde aber unterschätzt, sagte er. «Vielleicht sind es 100, vielleicht auch 200 Millionen Franken.» (SDA)
Das sagen Blick.ch-Leser
Alexandra Weber, Zug - 09:01 | 12.11.2009
» Tja - Irgendwo muss die Armee ja mit Sparen beginnen. UM weiss von was er spricht und UM handelt voll im Sinne des Sparpaketes und im Sinne der Schweiz. Sind wir doch glücklich, endlich einen BR zu haben der die Probleme an der Wurzel anpackt und nicht einfach nur plappert! Lasst UM einfach mal arbeiten, denn sonst wird es die beste Armee der Welt NIE geben. aw
Karin Zink, Luzern - 08:26 | 12.11.2009
» Die Wirtschaft hat sich dem Sicherheitsbedürfnis der Armee anzupassen und nicht umgekehrt. Ausserdem ist es inkonsequent, der Armee immer mehr Mittel zu streichen und gleichzeitig unnötig durch die Verschiebepraxis der Kantone Kosten, die wiederum der Armee aufgebürdet werden, zu verursachen. Maurer hat recht. Er räumt auf, aber alle legen ihm Knüppel in den Weg, das muss aufhören.
Adrian Teuscher, Oey - 08:00 | 12.11.2009
» was glauben Sie eigentlich BR Maurer. Ich bin zwar aus dem WK Alter. Als selbständiger Unternehmer weiss ich aber auch wie schwierig es ist die Armee und das Geschäft unter einen Hut zu bringen. Da die Schweiz mehrheitlich aus KMU's besteht und diese das Rückgrat der Schweiz bilden, sollten SIe auch mal denen Ihre Ausfälle zusammenrechnen. Da sind die 200 Mio. evtl nur noch ein Klacks.
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