Kritik an Presse Ueli Maurer will parteiische Medien

  • Publiziert: 17.09.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

INTERLAKEN – Sie pfuschen, vermischen, kuscheln. Das wirft Verteidigungsminister Ueli Maurer den Medien vor. Parteiische Presse würde dem abhelfen, glaubt der SVP-Mann.

Interlaken – «Viele Medien nehmen ihren Informationsauftrag nicht ernst», sagte Maurer anlässlich der Jahrestagung des Verbandes Scheizer Presse am Donnerstag in Interlaken. «Pfusch ist an der Tagesordnung.» Schnellschüsse und Kurzschlüsse füllten die Zeitungen und elektronischen Medien. Aus Nichts würden Schlagzeilen gedrechselt.

Darüber hinaus unterdrückten Medien auch Informationen. Damit unterliefen sie die demokratische Meinungsbildung.

Gravierend sei, dass sich die Mängel mit Manipulation vermischten. Bei der Berichterstattung würden Wertungen dazwischengestreut – unterschwellig, verdeckt und versteckt.

Medien als Kurtisanen

Statt mit der Wahrheit der Heuchelei entgegenzutreten, benähmen sich die Medien wie Kurtisanen. Sie bewegten sich im Umfeld der Macht – mal diesem zugetan, mal jenem zugetan, stets dem Kaiser zu gefallen. Die Medien gäben vor, die Kostüme der Professionalität, der Objektivität und der Neutralität zu tragen. «In Wahrheit gehen sie ebenso nackt wie der Kaiser».

Parteiische Zeitungen besser?

Um diesen Übeln zu begegnen, plädiert Maurer für inhaltliche Vielfalt. In dieser Vielfalt seien auch parteiische Medien kein Nachteil, sondern ein Zugewinn an Klarheit. Sie stimuliere den Ideenwettbewerb. Damit unterstreich Ueli Maurer die langjährigen Bemühungen seiner Partei, insbesondere von Christoph Blocher, eine eigene grosse starke Zeitung auf die Beine zu stellen, welche die Werte der SVP vertritt. (sda/roc)

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