«The Independent» ist eine der vier grossen britischen Qualitäts-Tageszeitungen, wurde 1986 erstmals veröffentlicht und ist damit eine der jüngsten britischen überregionalen Tageszeitungen. Sie hat eine Auflage von 253´737 Exemplaren. Der typische «Independent»-Leser ist politisch gemässigt, liberal und überdurchschnittlich gebildet, wählt die Liberal Democrats oder Labour und interessiert sich für den Umweltschutz. (Quelle: Wikipedia)
Übles Bild der Schweiz in englischer Zeitung
Aktualisiert um 14:47 | 07.09.2007
LONDON – Vergleiche mit Nazis und Rassismus-Vorwürfe: So prangts in fetten Lettern vom Titelbild des englischen «Independent». Dabei gehts um die Schweiz. Und vor allem die SVP.
Da werden sich die Tourismusdirektoren in der Schweiz mächtig die Haare raufen und wütend durch ihre Büros stapfen. Sie, die stets um ein äusserst harmonisches und idyllisches Bild unserer Heimat im Ausland bemüht sind, müssen auf dem Titelblatt des «Independent» (siehe Box) lesen: «Die Schweiz, Europas Herz der Finsternis?»
Im Artikel kommt unser Land, das eigentlich ja für «Frieden und Neutralität» bekannt ist, gar nicht gut weg. Es entstehe dort ein neuer Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nehme zu und die Uno habe bereits deutlich protestiert.
Natürlich geht es um die SVP, ihre Schäfchen-Plakate und Exponenten wie Ulrich Schlüer und Christoph Blocher. Der Autor des Artikels rückt sie in die Nähe der Nazis. Das von ihnen geforderte Gesetz, die gesamte Familie eines minderjährigen Kriminellen auszuschaffen, sei in Europa das letzte Mal von den Nazis unter dem Stichwort «Sippenhaft» gefordert worden. Das ist ein happiger Vergleich.
Der Autor ist weiter erstaunt, dass es sich bei der SVP nicht um eine kleine «Neo-Nazi»-Partei handelt. Sondern um die grösste Partei eines Landes, das in Sachen Demokratie immer als Vorbild galt.
Schliesslich aber muss auch der «Independent»-Autor zugeben, dass die Schweiz mit den gleichen Problemen wie die anderen europäischen Länder kämpft: Wie gehen wir nach dem Ende des Kalten Krieges mit der Globalisierung, neuen Einwandererströmen, dem Aufstieg des Islams und dem Terrorismus um?
Auch bei uns führt dies zu politischen Auseinandersetzungen. Jedoch in einer solch politisch unkorrekten Sprache wie fast nirgends sonst, so das Fazit des Autors. (rem)
Im Artikel kommt unser Land, das eigentlich ja für «Frieden und Neutralität» bekannt ist, gar nicht gut weg. Es entstehe dort ein neuer Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nehme zu und die Uno habe bereits deutlich protestiert.
Natürlich geht es um die SVP, ihre Schäfchen-Plakate und Exponenten wie Ulrich Schlüer und Christoph Blocher. Der Autor des Artikels rückt sie in die Nähe der Nazis. Das von ihnen geforderte Gesetz, die gesamte Familie eines minderjährigen Kriminellen auszuschaffen, sei in Europa das letzte Mal von den Nazis unter dem Stichwort «Sippenhaft» gefordert worden. Das ist ein happiger Vergleich.
Der Autor ist weiter erstaunt, dass es sich bei der SVP nicht um eine kleine «Neo-Nazi»-Partei handelt. Sondern um die grösste Partei eines Landes, das in Sachen Demokratie immer als Vorbild galt.
Schliesslich aber muss auch der «Independent»-Autor zugeben, dass die Schweiz mit den gleichen Problemen wie die anderen europäischen Länder kämpft: Wie gehen wir nach dem Ende des Kalten Krieges mit der Globalisierung, neuen Einwandererströmen, dem Aufstieg des Islams und dem Terrorismus um?
Auch bei uns führt dies zu politischen Auseinandersetzungen. Jedoch in einer solch politisch unkorrekten Sprache wie fast nirgends sonst, so das Fazit des Autors. (rem)
An Faschismus erinnert
Innenminister Pascal Couchepin. (Keystone)
Das derzeitige politische Klima in der Schweiz erinnert Bundesrat Pascal Couchepin an die 1930-er Jahre und den Faschismus. Es gebe kein Komplott, um jemanden aus dem Bundesrat zu werfen, sagte der Innenminister in einem Interview mit dem Tessiner Radio RSI.
Laut Couchepin ist aber «niemand, auch der Duce nicht», unverzichtbar für das Wohlergehen des Landes. Der SVP, die immer wieder von Komplotten gegen Bundesrat Christoph Blocher spricht, warf Couchepin «Propaganda im negativsten Sinn des Wortes» vor. In die Stimmbürger wiederum hat er volles Vertrauen: «Das Schweizer Volk besteht zum grossen Teil aus vernünftigen Leuten, die sich eine eigene Meinung bilden können.»
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