Über die Hälfte tödlich verunglückter Wanderer Ü60-Wanderer sind besonders gefährdet

Mehr als die Hälfte der tödlich verunglückten Wanderer sind Männer über 60. Grund für die Unfälle ist oft Selbstüberschätzung.

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Immer wieder müssen Rettungsteams in den Bergen zu Einsätzen ausrücken. Oftmals kommt dabei aber jede Hilfe zu spät – und die Missionen mutieren zur Bergungsaktion. So etwa im Juli, als ein Japaner (†77) im Oberwallis über ein Felsband in den Tod stürzte.  

Das vergleichsweise hohe Alter des Berggängers überrascht nicht. Laut Statistik der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) sind mehr als die Hälfte der tödlich verunglückten Wanderer Männer über 60. «Ein häufiger Grund für die Abstürze ist die Selbstüberschätzung», sagt BFU-Expertin Monique Walter zu Radio Energy. «Vor allem Rentner wollen sich oft etwas beweisen – und wählen zu schwere Routen.»

Weniger Unglücke 

In den ersten neun Monaten dieses Jahres gab es 25 Unfälle mit Todesfolge. Auch wenn die Wandersaison noch nicht ganz vorbei ist, zeichnet sich damit ein Rückgang der tödlichen Bergunglücke ab. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2015 starben 63 Wanderer, 2011 sogar 68 – der Rekordwert der letzten 15 Jahre. 

«Auch wenn es weniger Unfälle gab, ist jeder Tote einer zu viel», sagt Walter. Die BFU-Spezialistin ist sich sicher, dass Wanderunfälle mit guter Vorbereitung verhindert werden könnten. «Man sollte nicht einfach mit Turnschuhen in die Bergbahn sitzen und den Wegweisern folgen. Die Schweizer haben oft das Gefühl, dass jeder wandern kann – das ist aber nicht so.» (fss)

Publiziert am 07.10.2016 | Aktualisiert am 07.10.2016
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4 Kommentare
  • Pietro  Secreto aus Kölliken
    08.10.2016
    Ü60 sind vermutlich auch die, wo derzeit am häufigsten am Wandern sind, schliessch sind die pensioniert und machen was schönes, statt zu Hause rumsitzen.
  • Eugen  Inauen 08.10.2016
    Das gabs schon immer, Alte wandern halt fuers Leben
    gern, einige wissen auch, dass es ihre letzte Tour
    sein wird, denn sie merken es von selbst
    oder vielfach sind es Alte die nur dank
    Medis noch am Leben hangen.
    Diese Leute machen sich
    noch eine Freude und
    goennen sich die
    schoenen Tage,
    denn wer weiss
    wenn und wo
    sein letztes
    Stuendlein
    sein wird.



  • Alfred  Gerber aus Goldingen
    07.10.2016
    Was solls. Hauptsache wir fangen mit unserem Leben noch etwas an, auch wenn die Jahre langsam davon laufen.
  • Thomas  Zürcher 07.10.2016
    Eines ist klar die grösste Gefahr auf einer Bergtour ist der Wanderer selbst. Die meisten Unfälle ereignen sich, weil die Berggänger ihre Fähigkeiten überschätzen. Sie überbewerten ihre Fähigkeiten und probieren leichtsinnig gefährliche Routen aus. Auch die Kondition wird vielfach überschätzt. Dies führt dazu, dass der Wanderer noch vor Erreichen des Zieles an seine körperlichen Grenzen stösst und sich nicht mehr auf den Weg konzentrieren kann. Das kann böse enden.