Über 50 Mio für syrische Kriegsopfer So viel Herz zeigte die Schweiz noch nie!

Noch nie haben Schweizer so viel für Kriegsopfer gespendet. Auch BLICK hat sich beteiligt – und freut sich über den Rekord.

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Die Schweizerinnen und Schweizer zeigen sich ausserordentlich solidarisch mit den Opfern des Krieges in Syrien. Sie haben seit August 2012 51,5 Millionen Franken gespendet – so viel wie noch nie für Kriegsopfer, wie die Glückskette heute mitteilte.

Allein am Spendentag Mitte September 2015 kamen 7,2 Millionen Franken zusammen. Auch die BLICK-Gruppe begleitete die Spendenaktion, rief seine Leser zum Spenden auf und spendete selber. Eine Woche zuvor gab es eine spezielle BLICK-Ausgabe: 13 Flüchtlinge mit journalistischem Hintergrund gestalteten das Blatt, schrieben Artikel, führten Interviews und wählten Fotos aus.

#solidaritätmitflüchtlingen: Im September 2015 rief die BLICK-Gruppe zum Spenden auf - und beteiligte sich auch selbst. play
 

«Wir freuen uns sehr über das Engagement der Blick-Gruppe», sagt Glückskette-Sprecherin Priska Spoerri. Die Medien spielen eine wichtige Rolle darin, die Öffentlichkeit über die Zustände in Krisengebieten aufmerksam zu machen. «Durch die Artikel und Bilder erfahren die Menschen erst, welche Katastrophe sich in Syrien und auf der Flüchtlingsroute abspielt.» Und diese sei noch immer nicht vorbei, betont Spoerri – man kann noch immer spenden.

Flüchtlinge schreiben den BLICK

Mit den Spenden seien bis jetzt 78 Projekte von elf Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unterstützt worden, so die Glückskette. 820'000 Menschen hätten insgesamt von dem Geld profitiert.

Die Summe von 51,5 Millionen Franken sei die höchste je gesammelte für Opfer eines Konflikts, schreibt die Glückskette. Sie übersteige auch die 49 Millionen Franken, welche Ende der 90er Jahre für die Opfer des Kosovokrieges gesammelt worden seien.

Auch Flüchtlinge auf der Balkanroute unterstützt

Die Glückskette setzt die Gelder einerseits direkt in Syrien und den Nachbarländern ein, wo sich die meisten vom Krieg Geflüchteten aufhalten. Andererseits unterstützt die Organisation seit September 2015 auch jene Flüchtlinge, welche über die Balkanroute nach Europa zu gelangen versuchen.

240'000 Flüchtlinge in Griechenland, Mazedonien und Serbien profitierten von den Projekten der Partnerorganisationen, schreibt die Glückskette. Die NGOs verteilten Essen und Trinken, Hygieneartikel, Decken und Wintersachen. An der Grenze von Griechenland zu Mazedonien, wo derzeit tausende Flüchtlinge gestrandet sind, versorgten sie die Menschen auch medizinisch.

In Syrien, sowie im Libanon, Jordanien, Irak und der Türkei würden vor allem «Cash»-Projekte finanziert, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Flüchtlinge könnten sich darüber mit lebensnotwendigen Gütern eindecken.

Die Lage ist nach wie vor dramatisch

Zudem unterstütze die Glückskette dort Gesundheits- und Wohnprogramme oder Therapien für traumatisierte Kinder. 13 der insgesamt 65 finanzierten Projekte seien noch im Gang; sie würden dort 580'000 Menschen zu Gute kommen.

Der Konflikt in Syrien gehe nun in sein sechstes Jahr und eine politische Lösung zeichne sich nicht ab, schreibt die Glückskette. Die Nothilfe müsse darum ergänzt werden mit Projekten, welche den Flüchtlingen helfen, selbst für sich zu sorgen. Um herauszufinden wie das getan werden könne, habe die Glückskette kürzlich eine Studie in Auftrag gegeben. (sda/rey)

Die Glückskette nimmt Spenden für Flüchtlinge gerne weiterhin über das Postkonto 10-15000-6, Vermerk «Flüchtlinge», über www.glueckskette.ch oder über die Spenden-App «Swiss Solidarity» entgegen.

Publiziert am 10.03.2016 | Aktualisiert am 17.04.2016
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«Glückskette»-Chef erklärt: So helfen Spenden

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15 Kommentare
  • Hans-Peter  Brechbühl 10.03.2016
    Wenn die gutmütigen Spender wüsten wie viel von diesen
    50 Mio. an die Hilfsbedürftige Bevölkerung gehen, da
    hätte mancher Spender eine riesen Wut im Bauch. Bis
    da alle Organisationen abgezockt haben da bleibt bis
    am Schluss nicht mehr viel übrig. Warum sollte das bei
    dieser Spende eine Ausnahme sein.

  • Roger  Schumacher , via Facebook 10.03.2016
    Super, und schon hat man wieder einen Anreiz für Flüchtlinge geschaffen. Das wird sich sehr schnell rumsprechen nach dem Motto: "Hei, kommt in die Schweiz. Dort gibt es Geld im Überfluss ohne dass wir etwas tun müssen."
    • Marco  Weber 10.03.2016
      Hä? Wiso? Mit diesem Geld wird doch den Leuten in deren Ländern geholfen? Das müsste doch ein "Anreiz" sein zu bleiben? Denn das Geld ist ja nicht mehr hier?
  • Michael  Gross aus Glattbrug
    10.03.2016
    Und von diesen 50 Millionen bleiben 48 Millionen in der Schweiz liegen für Gehälter der Schweizer Mitarbeiter, teuren Geschäftsessen des NGOs in der Schweiz, neue Büroeinrichtung und so weiter und so fort. Jeder der schon mal für ein NGO gearbeitet hat, weiss wovon ich rede. Selber schuld wer hier Geld spendet.
  • Hans  Müller 10.03.2016
    "Auch Flüchtlinge auf der Balkanroute unterstützt." Damit dann noch mehr ohnehin hierherkommen, wo wir gleich nochmals für sie aufkommen können, für Jahrzehnte. Wozu? Damit sich kriegstreibende Länder wie die USA, Russland,Frankreich, England aus der Verantwortung stehlen können? Diese Länder haben in erster Linie die moralische Verantwortung, diese Flüchtlinge aufzunehmen, nicht die Schweiz.
  • Daniel  Roth 10.03.2016
    Wer denkt eigentlich mal an die Langzeitsarbeitslosen in der Schweiz? Die kriegen mit wenigen Ausnahmen keinerlei Unterstützung bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Ausbildungen, Weiterbildungen oder Umschulungen? Fehlanzeige! Da sollte auch mal geholfen werden!
    • Marco  Weber 10.03.2016
      Ich denke aber doch das es (vor allem) den Kindern in Syrien ein ganz kleines bischen schlechter geht als den "armen" Langzeitarbeitslosen in der von Krieg zerstörten Schweiz! Also lassen Sie solche Kommentare doch einfach?
    • Thomas  Hager aus Luzern
      10.03.2016
      Starten sie doch eine Spendenaktion, die Spenden an Flüchtlinge sind auch privat motiviert.
    • Marco  Weber 10.03.2016
      Kriegsopfer und Langzeitarbeitslose (in der Schweiz) haben bestimmt auch ähnlich schlimme Verhältnisse unter denen sie leben müssen!