UBS-Millionen fehlen in Merz` Säckel

  • Publiziert: 10.12.2007, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN – Das Hypotheken-Debakel der UBS reisst auch beim Fiskus ein Loch: Finanzminister Merz rechnet mit Ausfällen von mehreren hundert Millionen Franken.

«Was für mich wichtig ist, ist die Tatsache, dass diese Hypothekenkrise nun auch in der Bundeskasse angekommen ist», sagte Bundesrat Hans-Rudolf Merz heute in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens (SF).

Der sich abzeichnende Verlust bei der UBS werde beim Bund im kommenden Jahr zu Steuerausfällen in der Höhe von mehreren hundert Millionen Franken führen. Dies sei für den Bundeshaushalt natürlich relevant, sagte Merz.

Auch Zürich gehört zu den Leidtragenden. Die Limmatstadt rechnet mit einem einmaligen Minderertrag bei den Steuern von 40 bis 80 Millionen Franken. Der Steuerausfall werde aber erst im Jahre 2009 wirksam, sagte heute ein Sprecher des städtischen Finanzdepartements.

Finanzvorsteher Martin Vollenwyder hatte schon früher erklärt, dass ein Ausfall in zweistelliger Millionenhöhe verkraftbar wäre. Zudem gebe es gewisse Signale, dass ein Teil des Ausfalls durch andere Unternehmen auf dem Finanzsektor wie Privatbanken und Versicherungen kompensiert werden könnte.

Für das nächste Jahr sind in Zürich Steuereinnahmen von juristischen Personen in der Höhe von 959 Millionen Franken budgetiert, wie der Sprecher weiter sagte. (AP/hhs)

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